Angekommen…

… bin ich für heute wieder in meiner Wohnung.

Nach längerer Zeit war ich heute mal wieder auf dem Wochenmarkt gewesen und habe mir ein Mittagessen gegönnt.

Da ja noch immer das Essen auf dem Markt verboten ist, musste ich mir einen Platz zum Abstellen suchen.

Gefunden habe ich ihn dann auf der Mauer rund um den Innenhof des Bischofspalais und habe dort das Essen und das Wetter genossen. Solche Situationen mag ich sehr und werde das lange Pfingst – Wochenende gemütlich in meiner Wohnung verbringen, lesen, schreiben, Musik hören.

Überführt…

… ist es jetzt, das Familienauto.

Gemeinsam mit meinem Vater bin ich vorgestern aus dem Münsterland in die Stadt ums Holstentor aufgebrochen, um meine Schwester mit dem neuen Raumgleiter auszustatten.

Gestern im Laufe des Nachmittags kam dann die dritte im Bunde mit ihrer Familie dazu, um heute gemeinsam den 72. Geburtstag unseres Vaters und Opas zu feiern.

Vor 5 Monaten – zu Weihnachten – haben wir uns zuletzt alle gesehen und sind allesamt Familienmenschen. Solche Zeiten sind für uns Feiertage, Zeiten zum langen Sprechen, gemeinsam mit den Kindern zu spielen, zu lachen und auch zu weinen.

Der Tag war wirklich gelungen.

800 km

…in zwei Tagen per Zug und Bus. Das war und ist das spontane Projekt gestern und heute.

Münster – Lübeck – Borken – Münster

Da ich in meiner freien Woche (Coronawiedereinstiegtherapierhythmus) Zeit habe, unterstütze ich so meine Schwester und meinen Vater beim Kauf eines neuen Familienautos.

Ich habe von meiner Schwester die Kennzeichen und Papiere bekommen, so daß mein Vater zu Beginn der Woche das Auto abholen kann. In den Tagen danach wird es noch einmal aufgehübscht.

Am kommenden langen Wochenende werden mein Vater und ich dann das Auto gen Norden fahren, um dort dann auch gemeinsam seinen Geburtstag zu feiern. Er mag nicht zu Hause sein, um Gäste zu empfangen, in 10 Tagen jährt sich der Tod meiner Mutter zum ersten Mal.

Im Telefonat gestern hat er sich gewünscht,den Tag im ganz kleinen Kreis, mit Kindern und Enkelkindern zu verbringen.

Ich kann ihn gut verstehen, freue mich auf die Familienzeit.

Mama – Tag

Heute hab ich die Mütter meiner Familie, meine Schwestern, angerufen und ihnen einen entspannten und schönen Tag im Kreis ihrer Familien gewünscht. Gestern habe ich mit meinem Vater gesprochen, um mich mit ihm darüber auszutauschen, was wir zum Jahres-Tag ihres Gangs zu IHM für sie und auch gemeinsam für uns tun können. Das Gespräch hat uns beiden sehr gut getan und waren uns einig, daß die Ideen meiner Schwestern auch ihm gefallen, dem Tag mit dem Gottesdienst eine schöne Struktur geben werden.

Geglückt….

….ist der Wiedereinstieg in meinen Therapie-Alltag. Das war nicht nur das Verdienst meiner eigenen Motivation nach den insgesamt 7 Wochen notwendiger Pause so, auch die Bedingungen der Therapie kommen mir sehr entgegen.

Haben wir nach unserem Standort-Umzug schon eine ganze Menge mehr Platz pro Personen, könnten wir mit allen gemeinsam die Abstandsregeln nicht einhalten. So gibt es bei uns Alexianern einen stufenweisen Wiedereinstieg. Dieser soll dem Grad der Selbständigkeit in Arbeit und Hygiene gerecht werden. Ich durfte nun am vergangenen Montag wieder anfangen und war damit einer von 8ten in meiner Gruppe, die wir, wiederum auf zwei Räume verteilt, an unsere Aufgaben gehen durften.

In der kommenden Woche bekommt nun eine zweite Gruppe diese Gelegenheit, und wir werden uns zunächst auf unbestimmte Zeit abwechseln.

Zeigt sich, daß das System funktioniert, werden – passend zu den Vorgaben des Landes – weitere Kollegen dazu geholt und so auch ihnen wieder die gewohnte Tagesstruktur gegeben.

Bis wir wieder in voller Besatzung unseren Tag gestalten können, werden, so denke ich, noch einige Monate ins Land, denn einige unserer Betreuer sind an anderen Stellen eingesetzt, um die fehlenden Risikopatienten an unverzichtbaren Stellen zu ersetzen. Wie das endgültig gelingen wird, weiß ich noch nicht, kann aber sagen, daß mir dieser Wiedereinstieg wirklich gut tut.

??

…. gern hätte ich in unserer Stadt noch einiges mehr an Disziplin.

Auch wenn in Bussen und Zügen die Disziplin wirklich gut ist, so verstehe ich viele nicht, wenn sie sich gegen die Empfehlungen und Vorgaben verhalten.

Ich bin ganz klar gegen zu frühe Aufhebung von Einschränkungen.

Fressbrettjuppe

So wird der neue Alltagsgegenstand in der Münsterschen Masematte genannt.

Neben der platt- bzw niederdeutschen Sprache und einigen Wörten im Hochdeutschen existiert in Münsters Alltagssprache noch ein Rest an Vokabeln dieser Gaunersprache aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit. Sie wurde ebenso wie die Zinken insbesondere von der Halbwelt dieser Zeit, manche Ausdrücke haben bis heute überlebt.

Einige der am häufigsten auftauchenden Begriffe sind Leeze, jovel und schovel.

Vielleicht habt ihr Ideen, was dahintersteckt?

Habt ein entspanntes Wochenende.