Regelmäßigkeit

Sie ist mir im Moment eine große Stütze.

Jeden Morgen zu wissen, ich kann wieder zu meinen Leuten, an meinen Platz unter der Gruppe, die – im positiven Sinne – ein wenig bluna sind, tut mir unglaublich gut. Die Gedanken an meine Mutter, an meine Familie beschäftigen mich immer – sie ziehen mich nicht runter, doch kosten sie mich Kraft. Wie in den ersten Tagen danach, bin ich dahin zurückgekehrt, gute acht Stunden statt der vereinbarten 6 Stunden, dort zu sein. Das Leben dort, die unterschiedlichen Charaktere meiner Therapiekollegen, ihre Schrullen und die positiven Rückmeldungen für das, was ich dort tue und wer ich bin, sind für mich eine wichtiger Teil meines Gerüstes.

Ich habe einen guten Draht zu den wenigen Schwerstmehrfachbehinderten in unserer Gruppe, sie springen irgendwie auf mich an und lassen sich von mir in den Arbeitsablauf einbinden, motivieren und haben Spaß an dem, was wir miteinander schaffen. Das wird mir honoriert – mein Gruppenleiter hat mich gefragt, ob ich mir vorstellen könne, in der Fördergruppe ein Praktikum zu machen.

Die Idee reizt mich zwar, doch der Respekt davor bleibt. Gerne unterstütze ich meine Kollegen, doch sehe ich das Risiko, daß ich in der Begeisterung dafür kippen könnte, erst recht dann, wenn die Unterstützung zur Arbeit meine vorrangige Sache werden muss.

Das mag ich nicht. Die Regelmäßigkeit unserer Aufgaben ist mir noch zu bedeutsam.

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