….ist mir mein Freitag Mittag seit 2014 geworden. Nach meinem Therapietag treffe ich regelmäßig meine ambulante Begleiterin, die zum BeWo der Alexianer gehört.

Wir nehmen uns 45 – 60 min Zeit, die letzten sieben Tage Revue passieren zu lassen. Zu allererst lasse ich es einfach sprudeln, das, was mich in meiner Arbeits-, Therapie- und privaten Woche bewegt, berührt und auch mal geschockt und geärgert hat. Versteht sie etwas nicht auf Anhieb, stellt sie passende Fragen, lenkt meinen Bericht.

Ich habe nach diesen Gesprächen das Gefühl, die Woche abgelegt zu haben, Druck, der zurückgeblieben war, ablassen zu können. Das macht es mir möglich, in den Dingen, die mir am Wochenende begegnen und geschehen, Entspannung zu finden.

Sei es, daß ich über den Wochenmarkt streife, um dort zu Mittag zu essen, sei es, daß ich tatsächlich schlafe oder sei es – wie letztes Wochenende – der Besuch bei Freunden und die Zeit mit ihnen, ich finde darin Ruhe und wirkliche Entspannung.

Auch Ruhe bringen mir immer wieder Ich-Zeiten, die ich für mich gestalte, sei es lesend, Fahrrad fahrend oder auch Gelegenheiten, zu denen ich bewußt entscheide, jemanden in meine Welt hinein zu lassen, so wie gestern, mehrere Stunden Messenger- & WhatsApp- Gespräch. Umso schöner ist es, wenn auch mir eine Tür geöffnet wird.

Danke, Chef.