Puddles

&

 

 

Heute hab ich ihn wieder entdeckt in meiner Youtube – Liste, auch diese Songs. Ich habe sie gehört während meiner Hausarbeits – Session und bin ein wenig ins Grübeln gekommen, über die Jahre, die ich seit meiner Klinikzeit gelebt habe und das schöne ist,  Bob Dylans Motto gilt für mich.

 

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Auch Puddles findet sein Lächeln immer wieder.

 

 

 

 

 

1000 Fragen an mich Selbst – Part XCII

911. Was würde in einer Kontaktanzeige über dich stehen?

Nichts, denn ich mag Zeitungsanzeigen gar nichts.

912. Mit wem hast du zuletzt laut gelacht?

Mit meinen Arbeitskollegen gestern beim letzten Tag an unserem alten Standort. Heute wie morgen wird der Umzug durchgezogen, am Montag werden wir an unserem neuen Standort neu starten.

913. In welchen Sprachen kannst du dich verständlich machen?

Hochdeutsch, Plattdeutsch, Englisch und Französisch beherrsche ich fließend. In Rußland würde ich nicht verhungern.

914. Wozu hast du immer wieder keine Zeit?

Diese Frage stelle ich mir nie, viel eher stelle ich fest, daß ich mir manchmal keine Zeit nehme, nicht Alltägliches zu tun.

915. Kommt Weisheit mit den Jahren?

Ich denke schon, zumindest die praktische Weisheit, die auf eigenen Erfahrungen beruht. Andererseits bin ich davon überzeugt, daß jeder Mensch eine innere Weisheit mitbekommt, die intuitives Verstehen von Geburt an möglich macht.

916. Was ist das schlimmste Schimpfwort, das du jemals jemandem an den Kopf geworfen hast?

Da gab es in den Jahren meiner jugendlichen Rebellion einige, die ich immer wieder verwendet habe. Daß ich sie damals verwendete, lag daran, daß ich mit mir selbst im Unreinen war.

917. Was war die spontanste Aktion deines Lebens?

Da gab es das erste Treffen mit meiner ersten Freundin – spontan, mitten in der Woche bin ich per Zug nach Lübeck gefahren – nach einer Woche bin ich dann zurück nach Münster gekommen und habe wieder angefangen zu arbeiten. Wir waren dann fast 1,5 Jahre ein Paar.

918. Findest du, dass das Leben erst durch Kinder ein erfülltes wird?

Nein – Kinder sind ein Geschenk on top. Eine Beziehung, die gewachsen ist, ist Voraussetzung für jedes Leben, das geschenkt wird.

919. Wie verhältst du dich in einem Haus, in dem es zu spuken scheint?

Völlig normal – denn ich halte Spuk für das Ergebnis von noch unzureichender Auseinandersetzung mit eigenen schlechten Erfahrungen, Erlebnissen und Eigenschaften.

920. Mit wem würdest du gern einen Tag das Aussehen tauschen?

Mit niemandem – Ich bin ich & das ist gut so.

Pünktlich zum

hab ich heute mein Bett nach einem ergiebigen Lese-Tag verlassen. OK, zwischenzeitlich auch noch für einen Kaffee ..

.. ein Sonntag nach meinem Geschmack.

Die Sonne wird morgen auch wieder da sein.

Familienfoto

Heute treffen wir uns alle wieder – in unserer Heimatstadt, um ein Geschenk zum 70. Geburtstag meines Vaters einzulösen.

Um 14 Uhr treffen wir uns hier…

… an der Jugendburg Gemen.

Wir machen neue Fotos von zwölfen.

1000 Fragen an mich Selbst – Part XCI

901. Hast du schon mal eine Rede gehalten?

Ja. Im Laufe meiner mittlerweile 42 Jahre hat es einige Gelegenheiten gegeben, zu denen ich Reden halten musste oder aber auch durfte. Die erste Gelegenheit habe ich genutzt während eines Gottesdienstes, der unter dem Motto Erklär mir den Gottesdienst! stand. Alle Funktionen wieMessdiener, Lektoren, Kollektoren waren bereits besetzt, nur der Priester fehlte noch. Noch heute – damals war ich 5 Jahre alt – wird mir von meiner Predigt berichtet. Sie sagen, ich habe die 5 Minuten mit den Worten „Liebe Gemeinde von Gemen,…..“ begonnen. Umso witziger wird die Situation mit dem Wissen, daß mein Vater gerade als Lehrer an der Realschule in der Stadt begonnen hatte.

 

902. Welche Art von Restaurants bevorzugst du?

Ich mag sehr gern indische Spezialitäten sowie mongolisches Buffett. Ebenso bevorzuge ich kleine Restaurants.

 

903. Welchen großen Vorteil hat es, wenn man als Single lebt?

Ich genieße es sehr, meine Zeit unabhängig für mich zu planen.

 

904. Welchen großen Vorteil hat es, wenn man in einer Beziehung lebt?

Gerade heute wäre dann jetzt jemand da, der mir meinen völlig verspannten Rücken massieren und eincremen könnte.

 

905. Findest du dich selbst schön?

Ich bin zufrieden, schaue gern in den Spiegel und kümmere mich wieder um mich selbst. Das hatte ich in meiner akuten schwer depressiven Phase völlig verlernt.

 

906. Welche Gefühlsregung erlebst du mindestens einmal am Tag?

Dankbarkeit – in meinen Gesprächen mit IHM unterhalte ich mich gerne über die Schönheit der Einfachheit meines Alltags. Ich habe soviel überflüssiges hinter mir lassen können.

 

907. Wann hast du zuletzt Champagner getrunken?

Ich habe noch nie die Gelegenheit gehabt, dieses Getränk zu probieren. Da aber schon Sekt nicht mein Geschmack ist, vermute ich, daß es Perlen vor die Säue wäre.

 

908. Bist du ein Sonntagskind?

Nein. Ich bin an einem Donnerstag geboren.

 

909. Wie würde das Gemälde aussehen, das dein Leben darstellt?

Es wäre sehr bunt – überwiegend, denn es gäbe auch graue bis schwarze Zonen, unterschiedlich groß, um meinen tiefdepressiven Zeiten auch ihren Platz einzuräumen.

 

910. Mit welchem Kleidungsstück von früher verbindest du gute Erinnerungen?

Ich habe sehr gern Anzüge getragen – während der Jahre in der Verwaltung habe ich mich darin wohl gefühlt. Ebenso gehören Sie zu den Auftritten mit unterschiedlichsten Chören.

Zufrieden und lächelnd…..

…… sitze ich gerade im RE7; das zweite Mal heute nun schon, denn ich bin auf dem Rückweg von einem spontanen Familientreffen in Bergisch Gladbach, bei meiner jüngeren Schwester.

Nicht nur meine ältere Schwester mit Mann und meinen zwei ältesten Nichten und meine Eltern waren dort, sondern einer meiner Cousins, die in Sao Paulo leben, sowie der Sohn meines ältesten Cousins aus den USA, der seit einigen Wochen mit Frau und Sohn im Kölner Speckgürtel wohnt, ebenfalls.

Ich liebe es, auch dabei zu sein, auch wenn es mich 8 Stunden Zug-Zeit kostet; ich bin und bleibe Familienmensch.😊

Auf den Ohren habe ich gerade

Fundstück

 

 

J.T. Earle habe ich per Zufall in einer aktuellen qobuz – Playlisten entdeckt. Ich mag die Einfachheit und Leichtigkeit seiner Songs – hab mich gleich mal nach ganzen Alben umgeschaut und bin fündig geworden.

 

 

Dies ist der Titelsong seines 2011er Albums – sehr charmant, bluesig, rockig – gefällt mir. Es läuft gerade im Hintergrund, während ich meine Wohnung ein wenig auf Vordermann bringe.

Von Schirach – Reihen – Start

Heute nach meinem Feierabend habe ich die Martin – Schlosser – Reihe von Gerhart Henschel mit Band 8 vorerst ausgelesen und werde nun meine gesammelten Bücher von Ferdinand v. Schirach in Angriff nehmen. Er ist mir in unterschiedlichen Zusammenhängen untergekommen – in einigen Feuilletons habe ich Rezensionen,  kurze Auszüge gelesen, jedoch waren es seine Berichte in unterschiedlichen Talkshows, die mich an die Bücher des Stafverteidigers heranführten. In seinem ersten Buch stellt er einige Fälle aus seinem Arbeitsalltag vor.

Schirach - Verbrechen

Ich  bin gespannt.

1000 Fragen an mich Selbst – Part XC

891. Was machst du an einem regnerischen Sonntagnachmittag am liebsten?

An Sonntagen, so wie heute einer war, lese ich, döse vor mich hin, gern mit Musik im Hintergrund, heute unter anderem

892. Sagst du lieber „Guten Morgen“ oder „Gute Nacht“?

Ich sage lieber Guten Morgen, denn abends habe ich meine Höhle zumeist für mich allein.

893. Liest du gern vor?

Ja. Das mache ich gerne für meine Nichten. Einige Jahre lang habe ich auch in katholischen Kirchen vorgelesen, war Lektor und habe im Kirchenchor gesungen.

894. Wie würdest du dein Leben anpacken, wenn du noch mal von vorn anfangen dürftest?

Selbst, wenn es möglich wäre, würde ich dieses Angebot ablehnen, denn dann wäre ich nicht mehr ich.

895. Hast du jemals einen lQ-Test gemacht?

Japp. In der Psychiatrie zu Beginn meiner stationären Depressionsbehandlung bekam ich nach 2 Tagen die Diagnose: Der Verdacht erhöhter Intelligenz hat sich bestätigt.

896. Beherrschst du Standardtänze?

Ja. Ich habe fast 15 Jahre Standard- & Lateintänze in einem Verein getanzt. Vielleicht wäre es im Moment etwas ungelenk, doch mit ein wenig Übung sähe es wohl wieder annehmbar aus.

897. Auf welcher Seite des Bettes liegst du am liebsten?

Ich liege zumeist auf der rechten Seite meines Bettes, in der Regel allein.

898. Welches ist dein peinlichstes Lieblingslied?

Vielleicht ist es nicht peinlich, doch schon ungewöhnlich.

Ich liebe es, die Bass- Stimme mitzusingen.

899. Hast du schon mal ein Weltwunder gesehen?

Ich habe eines der 7 Weltwunder der Moderne gesehen, die Christusstatue auf dem Corcovado in Rio.

1995 habe ich sie besucht.

900. Hast du gern recht?

Das will und kann ich nicht leugnen. Ich versuche aber, das dann mit Argumenten zu belegen.

Hohe Luft – Frage 6

Wann ist es Liebe?

Mir stellt sich in Anbetracht dieser vier Worte die Frage, ob eines oder nicht doch zwei dieser vier Gegenstand der folgenden Gedanken sein sollten.

Es geht in der Frage doch um zwei Begriffe, es & Liebe.

Ich erlaube mir an dieser Stelle einfach, meinen gesunden Menschenverstand anzuwenden – Definitionen brächten an dieser Stelle nichts, meine ich.

Es – dies ist für mich das Leben in Beziehung – zu mir, meinem direkten und weniger nahen Umfeld.

Liebe – Hingezogenheit zu einem Gegenüber, die über eine rein zweck- oder nutzengebundene Beziehung hinausgeht.

Gehe ich von diesen Grundgedanken aus, dann ist klar, daß die Basis  jeder Beziehung die Akzeptanz meiner Selbst sein muß, die eine Beziehung zu unterschiedlichsten Gegenübern erst möglich macht. Das macht klar, daß Liebe keine Gut-Wetter-Sache sein kann, denn jeder Mensch hat nun einmal positive wie negative Eigenschaften, die ich Talente nenne ( in Anlehnung an das Gleichnis von den anvertrauten Talenten)*, mit denen jeder von uns in alle Beziehungen geht.

Um aber die Chance auf gesunde, d.h. gelingende Beziehungen zu haben, ist eine Menge Ich – Arbeit notwendig, immer mehr, je intensiver diese Beziehungen sind, ansonsten ist das Risiko, daß diese Beziehungen, unabhängig von der Nähe zum Gegenüber, misslingen, sehr hoch.

Ob dann aus einer nahen Beziehung eine Freundschaft und gar eine Partnerschaft entstehen kann, ist komplex; ich habe ein Bild gefunden, welches die komplexen Zusammenhänge einigermaßen zugänglich macht.

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Jede Beziehung hat etwas von einem Puzzle,  je näher sie ist, desto mehr Teile hat es.  Die Gestaltung einer gemeinsamen Beziehung ist die Arbeit an diesen vielen Teilen. Zumeist sitzt man gemeinsam daran, doch denke ich, daß zu einer funktionierenden Beziehung auch gehört,  mal alleine dran zu sitzen und seinem Gegenüber Raum, Zeit und Vertrauen zu geben, an anderen Beziehungen zu arbeiten.

Erst das entwickelt die Liebe zueinander.


*

Mt 25,14 -30

14 Es ist wie mit einem Mann, der auf Reisen ging. Er rief seine Diener und vertraute ihnen sein Vermögen an.

15 Dem einen gab er fünf Talente Silbergeld, einem anderen zwei, wieder einem anderen eines, jedem nach seinen Fähigkeiten. Dann reiste er ab. Sofort

16 ging der Diener, der die fünf Talente erhalten hatte hin, wirtschaftete mit ihnen und gewann noch fünf weitere dazu.

17 Ebenso gewann der, der zwei erhalten hatte, noch zwei weitere dazu.

18 Der aber, der das eine Talent erhalten hatte, ging und grub ein Loch in die Erde und versteckte das Geld seines Herrn.

19 Nach langer Zeit kehrte der Herr jener Diener zurück und hielt Abrechnung mit ihnen.

20 Da kam der, der die fünf Talente erhalten hatte, brachte fünf weitere und sagte: Herr, fünf Talente hast du mir gegeben; sieh her, ich habe noch fünf dazugewonnen.

21 Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du tüchtiger und treuer Diener. Über Weniges warst du treu, über Vieles werde ich dich setzen. Komm, nimm teil am Freudenfest deines Herrn!

22 Dann kam der Diener, der zwei Talente erhalten hatte, und sagte: Herr, du hast mir zwei Talente gegeben; sieh her, ich habe noch zwei dazugewonnen.

23 Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du tüchtiger und treuer Diener. Über Weniges warst du treu, über Vieles werde ich dich setzen. Komm, nimm teil am Freudenfest deines Herrn!

24 Es kam aber auch der Diener, der das eine Talent erhalten hatte, und sagte: Herr, ich wusste, dass du ein strenger Mensch bist; du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast;

25 weil ich Angst hatte, habe ich dein Geld in der Erde versteckt. Sieh her, hier hast du das Deine.

26 Sein Herr antwortete und sprach zu ihm: Du bist ein schlechter und fauler Diener! Du hast gewusst, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe.

27 Du hättest mein Geld auf die Bank bringen müssen, dann hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen zurückerhalten.

28 Nehmt ihm also das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat!

29 Denn wer hat, dem wird gegeben werden und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat.

30 Werft den nichtsnutzigen Diener hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein.

 

1000 Fragen an mich Selbst – Part LXXXIX

881. Fühlst du dich wohl in deiner Haut?

Ja, mittlerweile wieder. Ich habe mich wieder schätzen gelernt.

882. Was würdest du tun, wenn du dein gesamtes Geld verlieren würdest?

Neu anfangen, mich neu organisieren. so habe ich es mit meinen gerichtlichen Begleitern seit 2013 getan.

883. Mit welchem Material bastelst du am liebsten?

Ich zeichne sehr gerne Aquarellstiften oder alternativ mit Acrylfarben auf Leinwand.

884. Welche TV-Sendung könnte, wenn es nach dir ginge, sofort wiederholt werden?

Ich habe immer sehr gern Dr. Snuggels gesehen, ebenso Hallo Spencer.

885. Hast du gern mehrere Eisen im Feuer?

Ja, das war unter anderem die Ursache für meinen depressiven Absturz. Um nach dem Studium einen möglichst guten Berufseinstieg zu haben, war ich in unterschiedlichsten Bereichen präsent und bin dann doch auf der Strecke geblieben.

886. Führst du in Gedanken häufig Fantasiegespräche?

Ich bete. Für mich ist das Austausch mit einem sehr wichtigen Gegenüber. Von außen betrachtet mögen das Phantasiegespräche sein.

887. Könntest du ein Geheimnis mit ins Grab nehmen?

Es gibt Dinge, die ich nur mit mir allein ausmache.

888. Welchen Comedian magst du am liebsten?

Comedians sind so gar nicht mein Ding. Stattdessen gönne ich mir gerne politisches Kabarett, u.a. sehr gern Volker Pispers.

889. Welche Blumen verschenkst du gern?

Ich habe einen schwarzen Daumen. Deshalb verschenke ich keine Blumen.

890. Was raubt dir den Schlaf?

Das schaffen leider all‘ die Dinge, die ich abends nicht mehr abzulegen schaffe, sei es in einem Text, einem persönlichen Gespräch oder eben auch in einem Gespräch mit IHM.

1000 Fragen an mich Selbst – Part LXXXVIII

 871. Lässt du dich manchmal ausnutzen?

Ja, das war lange Jahre der Fall, der extremste Fall hat ich mich in die Privatinsolvenz gebracht.

872. Hörst du oft Radio?

Täglich während der Therapie – wenn nicht irgendwer seine private Playlist per Bluetooth –  Box abspielt.

873. Was ist schlimmer: zu scheitern oder es gar nicht erst versucht zu haben?

Scheitern ist alltäglich –  damit umgehen zu lernen, bleibt Aufgabe das gesamte Leben lang. Keine Versuche zu wagen, ist sträflich.

874. Was hätten die anderen nie von dir erwartet?

Meine Entscheidung für die Theologie haben viele nicht erwartet,  manche verstehen sie bis heute nicht.

875.  Auf welchen Feiertag freust du dich jedes Jahr?

Feiertage sind für mich immer Familientage – nach einem Gottesdienst an Ostern, Pfingsten und Weihnachten fahre ich zu meinen Eltern; dort treffen wir uns alle gemeinsam.

876.  Welche Farbe würdest du deinem Leben zuordnen?

Orange – eine ganz spontane Intuituion. Sie wirkt auf mich warm, vertraut, aber ebenso birgt sie einen Hinweis auf Risiko, der Rot- Anteil erinnert mich daran.

877. Wer beschützt dich?

ER – ich  glaube an IHN und habe in meinem bisherigen Leben schon einige  Situationen nur überstanden, weil ich mir SEINER Unterstützung sicher war und bin.

878. Betrachtest du manchmal die Sterne am Himmel?

Regelmäßig – ich mag es sehr, in sternenklaren, kalten Nächten draußen spazieren zu gehen und die Weite mit ihren so klein wirkenden Lichtern zu genießen.

879. Wovon wirst du ruhig?

Gebete – Gespräche mit IHM und SEINER Mutter – beruhigen mich ungemein. In Taizé habe ich auch gelernt, Schweigen können als Geschenk anzunehmen.

880. Kannst du Stille gut aushalten?

Ja – wie gerade schon geschrieben, habe ich diese Erfahrung in Taizé kennen und schätzen gelernt. Es ist eine tolle Form, mich auf mich Selbst einzulassen.

Hohe Luft – Frage 5

Warum haben wir jederzeit weniger Zeit?

 

Ich bin überzeugt davon, daß es ein Überangebot gibt, in so gut wie jedem Bereich. Selbstverständlich ist es gut, breit aufgestellt zu sein, sei es im beruflichen wie auch im Freizeitbereich. Darüberhinaus führt die Professionalisierung der Freizeit dazu, daß jede Kleinigkeit eine Art Absolutheitsanspruch zu entwickeln scheint.

Als ein Beispiel dafür fällt mir – aus eigenem Erleben in meiner Jugend – das Pfeilewerfen vor die Füße. Ich war in der Oberstufe und habe mit einer Hobby-Mannschaft in einer regionalen Liga um Meisterschaften geworfen. Um an die Pfeile, Spitzen und sonstiges Zubehör zu kommen, mußte man noch arg suchen, in meiner Heimatstadt gab es 1995 einen Hinterhofladen. Und heute? Da ist das Geheul groß, wenn nicht jede Minute der Weltmeisterschaft aus dem AllyPally in London übertragen wird; in jedem besser sortierten Supermarkt findet sich heute ein Display mit einer soliden Grundausstattung.

So wie es für Darts immer mehr zu finden ist, so ist es für viele andere Hobbies ebenfalls, so daß neben dem Supermarkt als Allesanbieter eine große Menge an Fachgeschäften und eben das Internet als Allesort um die potentiellen Kunden konkurieren. Nun ist natürlich der Dartsport eine von einer nur schwer zu überblickenden Zahl an Alternativen. Das bedeutet, daß nicht nur ich, sondern jeder um mich herum, mit einer Unmenge an Reizen überfordert und – trotz dem man zu einer Clique gehört – gefordert, seine Zeit zu organisieren. Das ist schon kompliziert genug, doch die ständige Erreichbarkeit untereinander, die gegenseitigen Wünsche an Freunde und Freundschaften sowie die Notwendigkeit, Arbeit und Freizeit für sich zu organisieren, steht erstmal fest, daß jeder von uns immer weniger Zeit hat. Einen der Gründe habe ich bereits benannt – das Überangebot an Freizeitalternativen – doch für wichtiger halte ich, zu benennen, daß viele auch aus ihrer Freizeit einen kräfteraubenden Wettbewerb machen zu  müssen glauben und – unterm Strich – Entspannung bei  vielen mehr oder minder auf der Strecke bleibt.

Genau diese Erfahrung habe ich auch während des Studiums machen müssen – die Erwartung, neben dem Studienalltag mit den Hausarbeiten und Prüfungen, dem normalen social life auch schon möglichst viele potentielle Berufseinstiege zu ebnen. Schaffen die meisten das – zumindest von außen beurteilt,  offenbar relativ unbeschadet, so war es bei mir anders. Ich hatte deswegen irgendwann kaum noch Zeit für mich, genaugenommen keine Zeit, neben Studentenjob und dem oben genannten auch noch Ruhe zu finden. Erst nach 12 Jahren –  mit dem Start in die stationäre Therapie – habe ich meinem Ich, dem neben der Disziplin und vermeintlichen Pflichterfüllung, Raum gegeben und neu Leben gelernt – mein Leben gelernt, das nicht in die normalen Muster passt. Ich habe aufgehört, den vermeintlich idealen Gruppenerwartungen zu genügen, ich bin auf meinem Weg zu mir. Das bringt eine Menge Zeit zurück.