1000 Fragen an mich Selbst – Part LXXX

791. Was ist der seltsamste Ort, an dem du jemals aufgewacht bist?

In der Kirche von Taizé – nach einer anstrengenden Schicht als Nightguard bin ich während des Morgen- Gottesdienstes eingeschlafen und zum Ende hin von Frère Haniòl geweckt worden.

792. Würdest du es gut finden, wenn etwas nach dir benannt würde?

Da so etwas zumeist posthum passiert, werde ich es nicht mitbekommen. Der Gedanke hat aber was.

793. Was machst du, wenn du nicht schlafen kannst?

Für mich ist es seit Grundschulzeiten liebgewonnene Gewohnheit, im Bett einige Seiten zu lesen.

794. Kannst du auch mit Leuten befreundet sein, die vollkommen anders denken als wir?

Nein, auf kurz oder lang sortiere ich diejenigen aus, mit denen nicht einmal eine gewinnende Diskussion führen kann.

795. Wie lange könntest du auf einer einsamen Insel überleben?

Keine Ahnung – ich würde es aber auch nicht testen wollen.

796. Wie oft googelst du den Namen deiner Jugendliebe?

Das macht keinen Sinn – ich weiß, daß sie mit unserem damaligen Englischlehrer verheiratet ist.

797. Welches Unterrichtsfach in der Schule war für dich schrecklich?

Chemie – obwohl ich einen tollen Lehrer hatte, habe ich bis heute keinen Zugang dazu bekommen.

798. Welche Zutaten dürfen in deinem Lieblingskuchen nicht fehlen?

Ich mag unglaublich gerne gedeckten Kirsch – und Apfelkuchen.

799. Was singst du unter der Dusche?

Gern und viel Blues und Gospel.

800. Fällt es dir leicht, einer Person zu sagen, dass du sie liebst?

Ja, ich trage mein Herz auf der Zunge.

Warten ….

…. auf meine Wäsche, das ist mein Sonntag Nachmittag. Das mache ich so entspannt wie möglich, unter anderem mit  Musik wie dieser hier:

 

 

Neben ihm ist heute auch er

 

ist auch er Teil meiner Liederliste im Hintergrund, während ich

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weiter besuche und ihren Gefühlen folge.

Ruhe

 

In ihr habe ich heute meinen Tag verbracht, meine Höhle habe ich nicht verlassen. Das Wetter hier hat auch wahrlich nicht dazu eingeladen. So habe ich meinen Tag mit Kannen Tee – aktuell trinke ich sehr gern Nana – Minze – lesend, Fernseh schauend, lesend & dösend verbracht.

 

1000 Fragen an mich Selbst – LXXIX

781. Welche Figur aus einem Roman würdest du gern verkörpern?

William von Baskerville aus Der Name der Rose, Umberto Eco.

782. Bist du ein unternehmungslustiger Typ?

Ja, sehr gern bin ich unterwegs. Heute ist es endlich so, daß ich meine Grenzen nicht mehr dem Gruppenzwang unterordne.

783. Kommst du immer zu früh, zu spät oder genau rechtzeitig?

Ich bin gerne ausreichend früh an Ort und Stelle.

784. Wie sorgst du für Struktur in deinem Kopf?

Mit einer Gedankenstütze im Handy und mit meinem Gerüst aus Arbeitstherapie, ambulant betreutem Wohnen, meinem Neurologen, meinem rechtlichen Begleiter und meiner Familie gelingt es mir ziemlich gut, meinen Alltag entspannt zu gestalten.

785. Bist du schon einmal irgendwo gewesen, wo du nur Sand und Wasser um dich
herum gesehen hast?

Jepp, das Strandhaus meines Onkels an Brasiliens Ostküste liegt so idyllisch.

786. Auf welchen Platz setzt du dich in der Achterbahn?

Solange ich gefahren bin, habe ich möglichst ganz vorne gesessen.

787. Machst du eine andere Person schnell auf ihre Fehler aufmerksam?

Sofern und solange mich der Fehler nicht selbst oder mein direktes Umfeld betrifft, halte ich mich sehr zurück.

788. Welche Rolle hast du in deiner Freundesgruppe?

Ich hoffe, daß ich nie wieder auf eine Rolle beschränkt werde. Das war in meiner Jugend so, da ich noch nicht einmal hätte sagen, wer ich selbst denn genau bin.

789. Was ist das Exotischste, das du jemals gegessen hast?

Krokodil- und Känguruhfleisch

790. Liest du Horoskope?

Immer mal wieder, wenn ich schmunzeln mag.

1000 Fragen an mich Selbst – Part LXXVIII

771. Wer hat dich in letzter Zeit stark beeindruckt?

Meine jüngste Nichte – sie hat in wenigen Tagen krabbeln gelernt.

772. Bist du ein gutes Vorbild?

Für einige vielleicht – möglicherweise wegen meiner Herangehensweise an das Leben mit meiner Depression.

773. Welche Tradition wird überbewertet?

Das, von dem behauptet wird, es sei auch in Deutschland bereits Tradition, Halloween. Es ist nichts weiter als ein Marketinginstrument, um mit Ramsch möglichst viel Geld zu verdienen.

774. Packst du Geschenke immer hübsch ein?

Ich tue mein bestes, mit anderthalb Händen komme ich aber schnell an Grenzen; von Herzen find ich wichtiger als vom Designer.

775. Interessierst du dich für Königshäuser?

Nein – zumindest was die aktuell noch amtierenden angeht. Anders ist es, wenn es um die historisch großen König- & Kaiserreiche geht. ZDFinfo leistet beste Dienste.

776. Welche Note von 1 bis 10 würdest du deinem Leben geben?

Eine 8, denn es geht mir schon arg gut, seitdem ich verstanden habe, daß mein Leben zu allererst mir gefallen und gut tun muß. Selbstverständlich gehören zu diesem schönen Leben nahe Vertraute, Freunde, Familie und auch Personen, denen ich möglicherweise nie wieder begegnen werde.

777. Fällt es dir leicht, mit Leuten in Kontakt zu kommen?

Oh ja, das ist wohl so. Ich lerne gerne neue Leute kennen. Schwerer fällt es mir dann, ein angebrachtes Gleichgewicht von Ferne und Nähe zu halten.

778. Wann hast du zuletzt etwas Neues gelernt?

Heute. Ich habe einen Auftrag hinbekommen, den andere mit zwei Händen nicht erledigen konnten. Das macht mich dann auch sehr stolz.

779. Wie hoch ist die Mauer um dein Herz?

Nicht sehr hoch, denn dann wäre aktives Zuhören kaum möglich. Manchmal führt das zu einer Verletzlichkeit, mit der einige bei mir nicht rechnen.

780. Machst du manchmal etwas nur widerwillig?

Manche Dinge ( Spülen 😂🤣) schiebe ich auch mal einen Tag vor mir her.

Kühles Wetter & klasse Musik

 

Gerade heute ist hier das Wetter so, wie ich es sehr mag.  Es ist kalt, die Luft klar und trocken.

Mit den Süddeutschen auf den Ohren habe ich vorhin meine erste Radtour diesen Jahres durch die nähere Umgebung gemacht. Meine Liege hat die paar Wochen Weihnachtspause im trockenen Keller gut überstanden, ebenso offenbar ich, denn das Fahren ging  flüssig und zügig.

Euch allen einen ruhigen Abend.

 

 

Abend – Musik

 

 

Eine meine ersten Entdeckungen auf qobuz war und bleibt sie, Alela Diane. Dieser Song ist einer meiner absoluten Favoriten von ihr. Läuft er bei mir, dann beruhigt er mich unmittelbar; warum genau, ist mir bisher nicht klar. Sicher kann ich nur sagen, daß mich der tiefe Baß im Refrain jedes Mal trifft, ich unmittelbar, unabhängig davon, wo ich bin, mitsinge. Die Reaktionen sind mir in der Regel egal, doch heute – es war im Bus auf dem Rückweg von der Therapie – scheine ich jemanden berührt zu haben. Von irgendwo im Bus gab es Beifall. Das war schon schön.

Auch der Rest der Tages war angenehm, die ersten beiden Tage der Therapie sind entspannt dahin geplätschert, es gab genügend zu tun, aber keinen Termindruck. So mag ich das,  und ich hoffe, daß der Rest der ersten Woche genau so bleibt.

1000 Fragen an mich Selbst – Part LXXVII

761. Glaubst du an den Zufall?

Nein. Ich glaube, daß alles ein Effekt von Aktion und Reaktion ist. Es liegt meiner Meinung nach schlicht an der unvollkommenen menschlichen Wahrnehmung und Logik.

Wir sind schlicht nicht in der Lage, die gesamte Komplexität unserer Welt wahrzunehmen.

762. Wie viel Zeit am Tag verbringst du in der Küche?

Sehr wenig im normalen Alltag, denn für mich alleine gut zu kochen und nichts wegzuschmeißen, ist schlicht zu teuer. Da kommt es mir sehr zupass, daß die Alexianer in Laufweite meines Büros ein Restaurant führen und wir dort günstig jeden Tag 3- Gänge – Menüs für einen Heiermann bekommen können.

Gerne aber nehme ich mir an freien Tagen die Zeit, für mich, auch für andere, zu kochen.

763. In wem hast du dich vor Kurzem wiedererkannt?

Ich wurde wiedererkannt, oder besser, mein Vater 😉 Einer seiner Lehrerkollegen, selbst schon einige Jahre länger in Pension als er, begrüßte er mich überschwenglich zwischen den Tagen in meiner Heimatstadt.

Offenbar wird mein Vater mich nie leugnen können.

764. Bist du impulsiv?

Ich reagiere gerne spontan, was aber nicht immer mit einem Gefühlsausbruch zusammen fällt. Ein solcher ist für mich zum Unterscheidungskriterium zwischen diesen beiden Begriffen geworden.

Insofern sage ich nein.

765. Für wen hast du dich vor Kurzem geschämt?

Ich bin zufrieden und glücklich, daß ich so ausgeglichen bin, daß mich solche Dinge gar nicht mehr berühren. Ich kann mich mit ruhigem Gewissen um meine Gesundheit und mein Lächeln kümmern.

766. Kannst du mit einer Person des anderen Geschlechts eine Freundschaft haben?

Ja. Ich habe eine sehr gute, enge Freundin. Zugegeben, vor ein paar Jahren ist das mal schiefgegangen und die Freundschaft mit der gesamten Familie auseinander.

767. Hast du ein Lächeln, das du nur für Fotos aufsetzt?

Nein, dieses Heucheln beherrsche ich nicht. Auf Fotos lächele ich ehrlich. Biometrische Fotos mag ich überhaupt nicht.

768. Wen rufst du zuerst an, wenn du eine gute Nachricht hast?

Ich spreche mit meinen Eltern und meinen Schwestern.

769. Was würdest du tun, wenn du keine Verantwortlichkeiten mehr hättest?

Ich wäre tot. Eine solche Situation wird es nie geben, denn zumindest für mich trage ich immer Verantwortung.

770. Findest du dich selbst attraktiv?

Ich bin mit mir zufrieden, ja. Und offenbar gibt es auch einige Frauen, denen es so geht 😉

Reihe wieder vollständig

Heute ist wieder ein medimops – Paket bei mir eingetrudelt. Dieses hatte etwas ganz tolles für mich parat.

Band 7 & 8 der Martin-Schlosser-Reihe von Gerhard Henschel. Dabei handelt es sich um autobiographische Erzählungen, die im Jahr 1962 mit der Geburt des Autors in personam Martin Schlosser beginnen und zunächst im Erfolgsroman Ende der 90er Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts Gipfeln.

Schon im Kindheitsroman, obschon einige Jahre vor meiner Geburt spielend, habe ich einiges aus meiner Kindheit wiedererkannt und manches Mal laut gelacht, mich an Geschmäcker erinnert und manches Gott sei Dank! fallen gelassen, da mir einige Erfahrungen erspart geblieben sind.

Ich freue mich drauf, wieder in seine Welt einzutauchen.

Sofa – Tag

Mit Musik im Hintergrund und meiner neuen Lektüre

werde ich meinen Tag ganz ruhig verbringen. Einzig um mein Leergut wegzubringen, werde ich meine Wohnung verlassen.

1000 Fragen an mich Selbst – Part LXXVI

751. Mit welcher Frucht würdest du dich vergleichen?

Einer 🍍 Ananas komme ich wohl am nächsten. In der Hauptsache bin ich gut zu vertragen, habe eine Schutzhülle, die ich ablegen kann, um mich vertraut zu machen. An vielen Stellen behalte ich sie aber, um nicht weiter verletzt zu werden.

An einigen Stellen – nach vielen unterschiedlichen Erfahrungen – bin ich leider schon holzig, schwer verträglich geworden.

752. Sind deine Gedanken immer richtig?

Richtig im Sinne von Es sind meine! sind sie immer. Das gilt aber nicht für die sachliche Richtigkeit; meine Gedanken und Erkenntnisse sind sämtlich falsifizierbar.

Im Grunde genommen startet unter anderem an diesem Punkt gewinnende Kommunikation.

753. Welche Worte möchtest du irgendwann noch von jemandem hören?

„Ja, ich will!“

754. Was an dir ist typisch deutsch?

Ich sage sogar typisch westfälisch. Ich verstehe und spreche sehr gern Münsterländer Plattdeutsch.

755. Fühlst du dich in deiner Haut heute wohler als vor zehn Jahren?

Oh ja. Ich bin froh, daß ich die notwendigen Schritte mit viel und toller Unterstützung habe tun können, um heute einen geordneten und angenehmen Alltag zu haben. Mir geht es richtig gut.

756. Wann hat mal dein Glück auf dem Spiel gestanden?

Das hat es mit Sicherheit zum Zeitpunkt meiner letzten aktiven Autofahrt. Die Beobachter meines Unfalles sagten mir später, daß sie damit gerechnet haben, mich aus meinem Auto herausziehen zu müssen, das Auto war ein Totalschaden. Ich habe nicht mal einen blauen Fleck gehabt.

Mein Leben ist mein Glück.

757. Was möchtest du irgendwann unbedingt erleben?

Gerne mag ich Island und Finnland bereisen.

758. Trinkst du am liebsten aus einer bestimmten Tasse oder einem bestimmten Becher?

Ja, diesen Spleen habe ich.

Zumindest die erste Tasse morgens 😉😎

759. Mit wem hast du deine erste Freundschaft geschlossen?

Mit Melanie. Wir haben nur die erste Klasse zusammen besucht, dann ist sie mit ihrer Mama umgezogen. Lange haben wir kaum etwas voneinander gehört, doch seitdem wir uns regelmäßig sehen, ist die Verbindung wieder da.

760. Würdest du es selbst weniger gut haben wollen, wenn es dadurch allen Menschen besser ginge?

Ich verzichte gerne auf mehr oder minder kleine Dinge im Alltag. Ich lerne einige der Wohnungslosen hier in der Innenstadt immer besser kennen, gebe ihnen gerne etwas, auch praktische Unterstützung. Einer hat es jetzt in seine erste Wohnung geschafft.