1000 Fragen an mich Selbst – Part LXVII

661. Magst du es, wenn man sich um dich kümmert?

Im Grunde genommen ja, doch hat es für mich etwas vom Gang auf

Auch heute in manchen Situationen ertappe ich mich dabei, Tipps und Ratschläge als untrüglichen Stoß auf meine körperlichen Unzulänglichkeiten zu begreifen, nach dem Motto: Mach das mal besser so, denn anders klappt das nicht! Oder: Ich mach das Mal eben schnell!

Die Enttäuschung über mich selbst schmerzt dann heftig.

662. Welchen Wunsch wirst du dir nie erfüllen?

Eine selbstgefahrene Motorradtour – kein Motorrad lässt sich für mich passend umbauen.

663. Was war die interessanteste Einladung, die du jemals bekommen hast?

Das war die zum 50. Geburtstag des Bruders meines Vaters. Im Dezember 1996 habe ich das erste – bislang auch einzige – Mal Brasilien besuchen können. Es war und ist dort einfach so anders als hier.

664. Wie würden dich deine Freunde beschreiben?

Ich denke als gesellig und doch zurückgezogen, amüsant und doch sehr bedacht. Ich denke, sie merken, daß ich noch immer auf der Suche nach einem Ausgleich bin, der mir gut tut.

665. Wer hat dir in deinem Leben am heftigsten wehgetan?

Der angetrunkene Hilfeversuch einer Stufenkollegin meiner Schwester am Abend ihres Realschulabschluss war es wohl. Sie wollte meine Hand begradigen. – Ich habe geschrien wie am Spieß.

666. Was war ein Wendepunkt in deinem Leben?

Es war wohl eher eine Wendezeit – die sechs Monate in der Psychiatrie 2012/2013. Seitdem lerne ich immer besser, Glück und Zufriedenheit im kleinen des Alltags zu entdecken und bei mir zu bleiben.

667. Glaubst du, dass Menschen die Zukunft vorhersagen können?

Nein. Ich bin aber schon beeindruckt von den Möglichkeiten der Wahrscheinlichkeitsmathematik, die Wettervorhersagen – als der alltäglichsten Anwendung – möglich machen.

668. Was kannst du fast mit geschlossenen Augen tun?

Einige Tänze sind mir so in Fleisch und Blut übergegangen, daß das bis heute möglich ist. Ich habe anderthalb Jahrzehnte Standard- und Lateintänze gepflegt und trainiert.

669. Auf welchem Platz in der Klasse hast du am liebsten gesessen?

Zumeist vorne und immer links außen. Ich war zumeist der einzige Linkshänder.

670. Vermeidest du bestimmte Musik, weil du davon traurig wirst?

Ich verlasse bis heute jeden Gottesdienstraum, sobald Maria, breit den Mantel aus erklingt. Ich werde nicht traurig, sondern stante pede aggressiv.

Blick des Tages

Aus unserer Bude am Hotel am Wasserturm heraus hatten wir diesen Blick, einen eher trostlosen; trostlos aufgrund des fast ganztägigen Münsterländer Sonnenscheins.

Die Adventssamstage, die übrigen, werde ich auch stundenweise dort verbringen, in netter Gesellschaft durch die Besatzungen der übrigen Buden. Heute Abend verbringe ich auf dem Sofa und werde morgen meinen Eltern einen kurzen Besuch abstatten, um ein paar Kleinigkeiten zu besprechen. Ich freue mich darauf, ebenso wie ich auf den anschließenden Lese- & Musiktag.

1000 Fragen an mich Selbst – Part LXVI

651: Wie würdest du dein Leben in drei Stichwörtern beschreiben?

Familiär, belesen, musikalisch.

652: Was ist das Beste am Erwachsensein?

Nicht mehr jeden Tag mit gefühlt eingezogenem Kopf vor die Tür zu gehen – ein gesundes Selbstbewusstsein gefunden zu haben.

653: Bist du ein Kämpfertyp?

Andernfalls wäre ich schon längst nicht mehr.

654. Wie viel Phantasie hast du?

So einiges an Phantasie darf ich wohl mein Eigen nennen. Andernfalls wären meine Hobbies – zeichnen und lesen, ob Romane oder auch Sachliteratur, schnell sehr langweilig.

655: Können sich Menschen ändern?

Ganz klar: Ja. Man entwickelt sich ja weiter. Mich dauerhaft im Kreis drehen kostete mehr Arbeit als die Suche nach einem und das Gehen eines neuen Weges.

656: Versuchst du, ein Problem zuerst selbst zu lösen?

Ja. Und ich bin stolz darauf, daß ich für fast alles eine anderthalbhändige Lösung in petto habe.

657: Was hättest du gern zehn Jahre früher gewusst?

Wie einfach und entspannt das Leben sein kann, wenn ich nicht Jedermanns Ansprüche, sondern meine Ziele und Wünsche zum Maßstab gemacht hätte.

658: Was wird dein nächstes Projekt?

Ich versuche mich an einem Bild für meine Wohnung. Eine Motividee wabert schon länger durch meinen Schädel.

659: Machst du häufig mehrere Dinge gleichzeitig?

Ich versuche, das möglichst zu verhindern, denn dann ist das Risiko, von der Hektik in eine Panik zu verfallen, sehr groß. Aus Panik wurde 2012 der akute Depressionsschub.

660: Was liegt dir immer noch im Magen?

Heute ganz kurz war es wieder einmal das Verhalten desjenigen, den ich mal Freund genannt hatte. Auf meinen Hinweis, ich ließe mich in der Klinik an meiner Depression behandeln, stellte er lapidar fest:„Meld dich wieder, wenn du gesund bist!“

Als sei eine Depression wie ein Beinbruch, könne im Bestfall folgenlos heilen.
Mein letzter Kontakt zu ihm war eben diese Aussage Mitte 2012.

Ich frage mich bis heute, wie er so oberflächlich und desinteressiert vor sich hinleben kann.

 

1000 Fragen an mich Selbst – Part LXV

641. Welches Musikinstrument würdest du gern spielen?

Würde spielen? Ich spiele, im Laufe der Jahre sind einige zusammengekommen: Fürst-Pless- Horn, Parforce- Horn, Waldhorn, Kornett, Stimme

642. Hast du eine umfassende Allgemeinbildung?

Das, denke ich, darf ich von mir behaupten. Ich werde häufig nach Wissen und Erfahrungen gefragt.

643. Für wen hast du eine Schwäche?

Schokolade 😂

644. Was ist dein größtes Hemmnis?

Fehlende Geduld mit mir Selbst.

645. Was machst du heute?

Meinen Abend auf dem Sofa genießen.

646. Worüber hättest du lieber länger nachdenken sollen?

Über etwas nicht zu lange nachzudenken, gehört nicht zu meinen Problemen.

647. Bist du lieber im Recht oder hast du lieber Glück?

Ich habe viel lieber meine Ruhe.

648. Was hälst du von den Partnerinnen deiner Freunde?

Von polygamen Beziehungen halte ich gar nichts. 😉

649. Welche Eigenschaft deines Vaters hättest du auch gerne?

Manch handwerkliche Fähigkeiten würde ich gerne von ihm noch lernen.

650. Welche Idee musst du irgendwann noch aufgreifen?

Ich würde gerne mal einige meiner Zeichnungen ausstellen.

1000 Fragen an mich Selbst – Part LXIV

631. Ist jeder Tag ein neuer Anfang?

Ja, vom Rest meines Lebens.

632. Wo gehst du beim ersten Date am liebsten hin?

Ich bewege mich bei ersten Treffen gerne in der Natur. Wenn es uns beiden gut geht, lade ich gerne zum Essen ein.

633. Wann musstest du dich zuletzt zurückhalten?

Das war heute. Einige meiner Therapiekollegen waren etwas neben der Spur. Es hat mal richtig geknallt. Ich weiß, daß einige auf mich reagieren würden, es ist und bleibt einfach nicht meine Aufgabe. Auch könnte ich dann abschmieren.

634. Kannst du jemanden imitieren?

Nach einem Konzert wurde mir gesagt, meine Stimme wäre nah am Original gewesen.

635. Was hättest du viel früher tun müssen?

Einige meiner Freunde hätte ich viel früher aus meinem Leben ausschließen sollen.

636. Singst du im Auto immer mit?

Im Auto als Beifahrer sehr selten, auf meiner Liege singe ich aber sehr oft bei den Songs mit, die aus den Lautsprechern kommen.

637. Mit wem würdest du gern tauschen?

Mit niemanden.

638. Wann hast du zuletzt heftig gejubelt?

Es gab Situationen, in denen ich innerlich aus Schadenfreude gejubelt habe.

639. Wie läuft es in deinem Liebesleben?

Ich bin gern Single.

640. Wodurch wirst du inspiriert?

Ich lese viel, gerade faszinieren mich die Bücher von Steven Pinker.

&

Es beginnt….

…. zu weihnachten. Heute Abend sind wir – wie in den letzten Jahren auch – mit einer Gruppe des BeWo zum Weihnachtsessen beim Mongolen losgezogen.  Es hat richtig gut geschmeckt, und die Zeit war richtig launig. An diesen Abend trifft man eine ganze Reihe weiterer Menschen, die einem im BeWo – Alltag so gut wie nie begegnen.

Ich mag diese Abende. 

Gute Laune Entspannung

 

 

Dieses Wochenende war eines nach meinem Geschmack. Den Freitag hatte ich wieder therapiefrei, konnte den Vormittag nach meinem Geschmack gestalten – ich habe begonnen, Weihnachtsgeschenke auszusuchen – und habe danach mit der Kaffeerunde das Wochenende eingeläutet. 

Am Samstag Morgen bin ich dann zu meinen Eltern gestartet, um dort meine Schwestern, Schwager und Nichten – die kleinste wird in 14 Tagen ein halbes Jahr alt – und den Bruder meines Vaters nach nahezu 2 Jahren wieder zu treffen. Es ist eben sehr selten, daß er aus seinem Land in seine Heimat kommt. Er lebt mit meiner Tante und meinen 2 Cousins seit mehreren Jahrzehnten bereits in Brasilien. Im kommenden Jahr sehe ich nach 18 Jahren seine älteste Schwester wieder – sie wird ihren 80ten Geburtstag in Deutschland feiern.

Ein wirklich toller Moment war, als die kleinste verstanden hat, was sie anstellen muß, um zu krabbeln.