….ist, daß eine meiner Bezugsbetreuerinnen zum Ende des Monats das BeWo verlassen wird. Ich werde mich wieder auf jemand neuen einlassen müssen. Es ist nicht das erste Mal, daß dies in den letzten 4 Jahren geschieht, doch dieses Mal fällt es mir schwer, denn wir zwei haben einfach einen guten Draht zueinander, den ich nicht verlieren mag. Im Gespräch gestern haben wir festgestellt, daß das Jahr Praktikum fast rum ist. Wir wurden uns im letzten Jahr zum Sommerfest gegenseitig vorgestellt. Über mich wurde gesagt, ich sei pflegeleicht, ich könne meine Selbstreflexion in Worte fassen und diese auch diskutieren. Im Laufe des Jahres haben wir ein offenbar gegenseitiges Vertrauensverhältnis aufgebaut, denn ich bin offenbar der erste Klient, der weiß, daß wir uns nicht aus den Augen verlieren werden. Sie bleibt bei den Alexianern, wechselt in eine andere Abteilung und die Gelegenheit, uns auszutauschen, werden wir behalten. Das macht mich froh, läßt mich innerlich lächeln.

Nichtsdestotrotz beschäftigt es mich, wen ich dann in den nächsten Wochen in mein Leben hinein lassen muß. Wird es mir gelingen? IHN werde um Mut und Begleitung bitten.

In solchen Situationen merke ich, daß ich immer wieder wackele, es einzig Sinn macht, aufmerksam zu bleiben.

Meine Depression ist die Aufforderung, mit dem Leben neu umgehen zu lernen.

B.L. , 2015