1000 Fragen an mich selbst – Part XXVIII

Frage 271: Denkst du intensiv genug über das Leben nach?

Ob genug oder nicht – das ließe sich erst im Rückspiegel sagen. Ich bin allerdings gedanklich gerne und viel zu den Fragen des Lebens unterwegs. Ich lese gerne und viel in Zeitschriften zu philosophischen Fragen und diskutiere mit Therapiekollegen, Freunden und meiner Familie diese Themen weiter.

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Thema der aktuellen Ausgabe ist der Streit. Was ist er? Wie führt man ihn?

Frage 272: Fühlst du dich manchen Leuten gegenüber unsicher?

Früher war für mich kaum möglich, mit geradem Rückgrat durch den Alltag zu gehen. Hinter jedem Blick habe ich Skepsis, Kritik oder gar Ablehnung vermutet. Daß ein Gegenüber Interesse an mir haben könnte, hat mein nicht vorhandenes Selbstvertrauen nahezu komplett ausgeschlossen. Erst in den letzten Jahren haben Therapie und gesichertes tägliches Umfeld meine Selbstwahrnehmung so verbessert, daß ich im Alltag lächend durch die Welt gehen kann.

Frage 273: Bist du autoritätsgläubig?

Nein, denn ich halte es für wichtig, meine eigenen Entscheidungen zu treffen und zu durchdenken. Gerne nehme ich Ratschläge an, werde aber auch diese nie unhinterfragt annehmen. In meiner Kindheit und Jugend – bedingt durch meine rechtsseitige Spastik und die Erfahrungen mit Hilfeangeboten in der Zeit – habe ich erst spät begriffen, daß Ratschläge fast nie die Botschaft haben: Du kannst es eh nicht, also mache ich es besser für dich! sondern tatsächlich nur gut gemeint waren, es mir möglichst einfach zu machen im Alltag.  Auch heute muß ich mich ganz bewußt ermahmen, mit Kritik richtig umzugehen.

Frage 274: Bist du gern allein?

Ich – Zeiten sind wichtiger Bestandteil meines Tages. Waren es in meiner Kindheit und Jugend einsame Zeiten, so sind es heute Zeiten, in denen ich mich auf mich selber zurückziehe.

Frage 275: Welche eigenen Interessen hast du durchgesetzt?

Mein Bedürfnis nach Ruhe habe ich in meinen Alltag integriert, habe meine Präsenz online und auch im realen Leben zurückgenommen und nehme mir Zeit für Musik und Literatur.

Frage 276: Welchen guten Zweck fördest du?

Ich hoffe, mit kleinen Sachspenden mir persönlich bekannte Obdachlose im täglichen Leben unterstützen zu können. Rund um den Hauptbahnhof gibt es einige, die sehr häufig anzutreffen sind.

Frage 277: Wie sieht dein Traumhaus aus?

Idealerweise hätte ich gerne ein tiny house – ungefähr die Größe meiner Wohnung (ca. 55 qm), welches ich gerne auf einem etwas größeren Grundstück platzieren würde und  dort möglichst noch einige Tiere halten möchte.

Frage 278: Machst du leicht Versprechungen?

Wesentlich weniger als in meiner Jugend, denn heute ist mir klar, daß mein Wert nicht abhängig davon ist, wieviel ich präsent bin, sondern es vielmehr um die Qualität der Zusagen geht.

Frage 279: Wie weit gehst du für Geld?

Wenn es um einen Spendenlauf oder eine Spendenfahrt geht ( – Schokotour – ), sehr weit. Ich habe gelernt, mit wenig Geld glücklich zu sein. Mir ist ein gutes Gespräch viel lieber. Dafür investiere ich gerne Zeit.

Frage 280: Bist du häufig eigensinnig, auch wenn es zu deinem Nachteil ist?

Ich glaube , ich bin auf einem guten Weg, das zu einem Gutteil auszuschließen.

Veröffentlicht von

Ed

Mittlerweile viel näher am ICH als erstes und zweites Leben mich bringen konnten. Herzlich Willkommen im Dritten

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