Hohe Luft – Frage 3

Was ist Schicksal?

Ich denke, dieser Begriff ist belastet, denn mir scheint, er wird als Entschuldigung oder Ausrede gebraucht, wenn etwas anders als geplant oder gewünscht passiert. Etwas außerhalb der eigenen Einflusssphäre liegendes wird für den Fortgang des persönlichen Lebens verantwortlich gemacht.

Schicksal so zu beschreiben scheint mir aber apologetisch. Die eigene Verantwortung wird – so denke ich – ignoriert. Ich bin Christ, glaube an IHN und bin einigermaßen vertraut mit den Büchern der Bibel.

In der Genesis finden sich folgende Verse:
27 Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau.
28 Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht.(Lutherbibel 2017, Gen 1, 27f)

27 Gott erschuf den Menschen als sein Bild, als Bild Gottes erschuf er ihn. Männlich und weiblich erschuf er sie.
28 Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch, füllt die Erde und unterwerft sie und waltet über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die auf der Erde kriechen!(Einheitsübersetzung 2016, Gen 1,27f)

Sie sind Teil der ersten Schöpfungsgeschichte, und sie enthalten die Aufforderung an den Menschen, verantwortlich mit seiner Umwelt umzugehen. Die Übertragung aus dem Hebräischen ist ungenau, denn weder die Lutherbibel noch die Einheitsübersetzung treffen die Konnotation des biblischen Hebräischen genau. Während des Studiums wies unser Alttestamentler immer wieder darauf hin.

Für mich bedeutet die verlangte Verantwortlichkeit auch, daß die Wahrnehmung von Schicksal wie oben falsch ist. Für mich ist Schicksal das, was ich draus mache. Ich darf mich nicht beschweren, wenn ich die Dinge aus der Hand gebe. Dann geschieht mit mir, und ich gestalte nicht mehr. Selbst verständlich bleibt es so, daß ich nie alles werde beeinflussen können und nie soweit planen kann, daß ich alles schon erahnt habe.
Zum einen denke ich, daß es dann nur noch eine Existenz und kein Leben mehr wäre, und zum anderen glaube ich eben an Gott, dessen Rolle für mich in diesem Gedicht beschrieben wird.
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Sie trifft nur einen vieler Aspekte meiner Beziehung zu IHM – ER ist immer erster Gesprächspartner, mal Mülleimer, mal Freudenteiler und so vieles anderes. Ich bin dankbar, daß es IHN gibt.

Autsch…..

…..die ersten 22 km von gestern stecken mir noch in den Knochen. Heute werde ich erst gegen Abend wieder fahren. Bis dahin gönne ich mir einen ruhigen Lesetag.

Das passt.

Heute im Laufe des Tages wurde mir klar, daß es eine gute Idee war, heute im Laufe des späten Nachmittags mein Rad wieder fit zu machen. Morgen Nachmittag steigt hier das Drittligaderby SCP Münster vs VfL Osnabrück. Da ist, wie immer, Zunder drin, und das sorgt dafür, daß in der und um die Innenstadt herum einige Hundertschaften aufziehen werden, um die Fangruppen möglichst auseinander zu halten. Ebenfalls sorgt dieses Ziel dafür, daß der Auto- & Busverkehr mehrere Stunden um die Spielzeit herum zum erliegen kommen.

So blieb mir nur, zum Markt zu laufen oder eben, genau, mein Rad zu nutzen.

Es passt also 😊

Saisonstart

Morgen nach Therapie- Ende werde ich beginnen, mein

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wieder tourenfit machen.

Das Wetter scheint dauerhaft wieder so trocken und klar zu werden, daß ich meine ersten Tagestouren in diesem Jahr scheine machen zu können, heute Abend werde ich nur schauen,  ob ich einen neuen Schlauch oder anderes Verbrauchsmaterial benötige. Bremsen- und Schaltungseinstellungen werde auf morgen Nachmittag verschieben.

Im Hintergund werde ich

und ähnlich schöne  Titel hören.

1000 Fragen an mich Selbst – Part LXXXVI

851. Bedeutet Fremdgehen das Ende der Beziehung?

Wenn es wirkliche Liebe ist und Kommunikation funktioniert, dann ist es eine riesige Herausforderung, nicht das Ende.

852. Würdest du das Gesetz übertreten, um jemanden zu retten, den du liebst?

Ja, ohne Frage. Bis heute trage ich die finanziellen Konsequenzen dafür.

853. Bist du jemals wegen deiner Ansichten zurückgewiesen worden?

Ja, aber das stört mich nicht, denn so trennen sich Spreu und Weizen, insbesondere unter den Personen, die Freunde sind oder auch waren.

854. Welches Urlaubssouvenir bereitet dir immer noch Freude?

Ich habe 2001 einige T-Shirts und eine Base-Cap aus dem Grand Canyon mitgebracht. Sie waren offenbar richtig guter Qualität – ich trage sie noch immer.

855. Hältst du an etwas fest, was du eigentlich schon längst hättest loslassen müssen?

In den letzten Jahren habe ich gelernt, für mich schlechtes hinter mir zu lassen, ohne ständig wieder daran zu denken. Stattdessen schaue ich entspannt in die Zukunft.

856. Ist irgendwann mal deine größte Befürchtung eingetreten?

Ja, es hat bereits einige Situationen gegeben, in denen ich viel zu impulsiv entschieden habe, oder aber ich in Situationen schlicht zu unreif war, überhaupt zu entscheiden.

857. Was hat dir vor fünf Jahren den Schlaf geraubt?

Heute vor 5 Jahren habe ich noch in Schöppingen gelebt, in einer verordneten WG mit einer neurotischen, damals Mitvierzigerin, die a- sozial im Wortsinne war, nicht gemeinschaftsfähig. Von ihrer Krankheit ist gar nicht zu reden, es reicht schon aus, zu wissen, daß sie 1 x wöchentlich duschte und Frischluftallergikerin war. Es war einfach ekelhaft, ihr zu begegnen.

858. Hast du manchmal das Gefühl, dass du „heute“ schon häufiger erlebt hast?

Dèja-vues erlebe ich immer mal wieder – habe dann den Eindruck, den Dialog, der folgt, soufflieren zu können.

859. Wer macht einen besseren Menschen aus dir?

Mein Glaube, die Beschäftigung mit IHM und Handeln nach SEINEM Vorbild sowie die Auseinandersetzung mit mir selbst. Diese wird intensiver, wenn ich von mir vertrauten Menschen gespiegelt werde.

860. Was bringt dich zum Lachen?

Wortwitz, Polit- Satire.

Hohe Luft – Frage 2

Wie viel Prozent bin ich ich selbst?

Zunächst einmal hoffe ich, daß mein Anteil an mir selbst ziemlich hoch ist. Klar ist mir darüber hinaus, daß mein direktes familiäres Umfeld, mein Kindergarten, die Grundschul- & Gymnasialzeit direkten Einfluß auf meine Persönlichkeit hatten.

Die ersten Einflüsse, die für mich unfraglich große Bedeutung hatten und bis heute haben, sind meine Eltern; und sie gleich in doppelter Hinsicht. Zum einen ist meine DNA je zur Hälfte aus ihrer zusammengesetzt, zum anderen waren und sind sie mit ihrem Verhalten Korrektiv, Beispiel und Abgrenzungsfolie. Die Rolle der Gene meines Vaters sollte – scheint’s – nicht unterschätzt werden. Solange er noch als Lehrer tätig war, kam es mitunter vor, daß ich unterwegs nach Hausaufgaben für den folgenden Tag gefragt wurde. Auch der der Einfluß meiner Mutter ist unübersehbar, denn von ihr habe ich meine Nähe zum Wasser, die regelmäßig in Konflikt mit der Sachlichkeit meines Vaters kommt.

Neben meinen Eltern spielt bei mir meine erweiterte Familie eine wichtige Rolle, da sind meine Schwestern, meine zwei Schwager und meine Nichten. Habe ich zwei Schwestern, so hat mein Vater zwei Schwestern und einen Bruder, meine Mutter allerdings 6 Brüder und 2 Schwestern. Das bedeutet, daß bei einem fiktiven Familientreffen knapp 150 Personen unterschiedlichster Natur zusammen kämen. Waren wir bis zum Studienbeginn zu fünft in unserem Elternhaus, so sind wir heute insgesamt 12 Personen über ganz NRW verteilt. Meine gesamte Familie ist nicht nur über Deutschland verteilt, sondern Geschwister meines Vaters – mit ihren Kindern, Enkeln und Urenkeln – leben in den USA und Brasilien – schon seit mehreren Jahrzehnten. Dorther und auch aus meiner Schulkarriere entstammt mein Interesse an Fremdsprachen. Das Talent für die deutsche und das Lernen manch anderer Fremdsprachen habe ich von meinem Vater, darf aber von mir behaupten, sie ohne jede Angst im Alltag anzuwenden. Ich quatsch einfach drauf los 😉

Bis ich das konnte, habe ich allerdings mehr oder weniger anstrengende Jahre in Kindergarten, Grundschule und Gymnasium hinter mich gebracht. Die einfachste dieser Zeiten war die im Kindergarten, denn dort waren Konkurenzgedanken nicht da, körperliche Unterschiede wurden im wahrsten Sinne des Wortes überspielt. In der Grundschulzeit blieb das lange so – insbesondere der Einsatz meiner Klassenlehrerin und der meiner Kunstlehrerin haben meine handwerklichen Nachteile gekonnt ausgeglichen. Auffällig und für mich nicht mehr zu ignorieren waren die körperlichen Nachteile im Sportunterricht am Gymnasium, obschon ich bereits zu Grundschulzeit damit zu kämpfen hatte, nicht im Fußballverein mitspielen zu können. Daß ich gleichzeitig Tennis spielte, in der DLRG aktiv war, blieb für mich genauso unsichtbar und wertlos wie manch anderes, oder aber, es war eben doch ich, der den Unterschied gemacht hat. Niemand aus meiner Klasse hat insgesamt 16 Jahre im Standard- & Lateintanzgeschäft verbracht; und meine Mutter hatte mich fast 1 Jahr lang bearbeiten müssen 😉

Es war und ist vielleicht bis heute immer eine Frage der Perspektive, einzuschätzen, wie viel ich ich bin, doch steht fest, daß heute der Satz Ich bin ich, und das ist gut so! sowohl sagt, daß Abgrenzung notwendig ist, als auch klar macht, daß genau das nur möglich ist, wenn ich weiß, woher ich komme.

1000 Fragen an mich Selbst – Part LXXXV

841. Bist du schon mal nachts geschwommen?

Vor fast 30 Jahren haben wir uns in einer katholischen Familienbildungsstätte mal Zugang zum Kellerhallenbad verschafft haben.

842. In welchen sozialen Netzwerken bist du aktiv?

Ich nutze Facebook und WhatsApp für mich.

843. Was würdest du tun, wenn Geld keine Rolle spielen würde?

Wenn Geld keine Rolle spielt, es also keines gäbe, würde ich auch nach meiner jetzigen Prämisse leben:

Wenn ich morgens gerne aufstehe, die anstehenden Dinge mit einem Lächeln und Energie erledige, Zeit für meine Hobbies habe, gegen Abend erschöpft und zufrieden bin, dann läuft alles richtig.

844. Was ist deiner Einschätzung nach lästig, wenn man alt ist?

Ich habe Respekt davor, irgendwann weniger gut zu Fuß zu sein. Der nächste Schritt wäre dann der in den Rollstuhl.

845. Wer trifft die meisten Entscheidungen in deinem Leben?

Ich selbst, in einem gut konstruierten Gerüst aus Unterstützern.

846. Welches Lebensalter hättest du gern für immer?

Ich wäre gerne immer im Grundschulalter – zu der Zeit war mein Alltag gefühlt am entspanntesten. Mit meinem Wissen und meinem Umfeld heute fühle ich mich auch sehr gut.

847. Welche Obstsorten verwendest du am liebsten für einen Obstsalat?

Apfel, Birne, Banane, Pfirsich, Melone und auch Mandeln gehören bei mir immer in einen Obstsalat.

848. Gelingt es dir gut, ein Pokerface aufzusetzen?

Nein, für mir vertraute Personen bin ich ein offenes Buch.

849. Hast du schon mal selbst ein Schmuckstück hergestellt?

Ja. Ich habe bereits oft Broschen und Halsketten gebastelt, habe einige Zeit investiert. In der Grundschulzeit habe ich häufiger Wandbilder gestickt.

850. Wie siehst du dich selbst am liebsten?

Glücklich, gesund, fit und ausgeschlafen.

Hohe Luft – Frage 1

Wie erwacht eine Neigung?

Um zu wissen, was offenbar erwachen kann, muß ich erst einmal klären, was eine Neigung überhaupt ist.

Der Duden listet auf:

    1. das Neigen
    2. das Geneigtsein, das Schrägabfallen
    3. besonderes Interesse (für bestimmte Dinge, an bestimmten Betätigungen), Vorliebe
    4. das Anfälligsein für etwas, Hang zu etwas
    5. das Einschlagen einer bestimmten Richtung im Denken und Handeln
    6. herzliches Gefühl des Hingezogenseins zu einem anderen Menschen

Ich entscheide mich, um die Frage zu beantworten, die Bedeutungen 1 & 2 außen vor zu lassen. Eine wichtige Gemeinsamkeit der übrigen liegt darin, daß eine Beziehung zu einer Sache oder einer Person beschrieben wird. Desweiteren ist allen gemeinsam, daß sie positiv auf etwas gerichtet sind – zumindest aus der Sicht des- oder derjenigen, der bzw. die eine Neigung entwickeln und ihr nachgeben.

Etwas,  zu dem eine Neigung entsteht, übt eine spontane Attraktion aus. Eine positive Reaktion ist direkt damit verbunden, sei es eine körperliche oder auch psychische Reaktion, die Endorphine und Adrenaline freisetzt.

Sofern und solange mit einer Neigung für nichts und niemanden negative Folgen verbunden sind, sie gegen keine Regeln und Gesetze verstoßen, fallen Neigungen im Alltag kaum auf. Ändert sich das, leidet etwas oder jemand unter einer Neigung, ohne eingewilligt zu haben, dann wandelt sich die Wahrnehmung. Ist da zum Beispiel die Neigung hin zu Blues-, Funk- & Rockmusik – wie bei mir – dann kann einem das zusagen oder eben nicht, weiter bewertet wird es in der Regel nicht. Allenfalls bilden sich Freundes- und Bekanntenkreise, die gleiche Interessen teilen. Hat nun jemand aber die Neigung, sadistisch zu sein, so  muß es mindestens ein Gegenüber geben, daß masochistisch dieser Neigung entspricht, denn in diesem Gegenüber findet sich dann die Duldung dieses Regelverstoßes. Findet sich dieses Gegenüber nicht, wird die Neigung durch die hoffentlich möglichst schnell einsetzende Regulierung für die Gesellschaft unschädlich, sei es durch Strafe oder Therapie.

Jeder Mensch entwickelt in seinem Umfeld Neigungen – vielleicht sollte man sie etwas griffiger als Hobbies oder Interessen beschreiben – Ideen bekommt jede/r in seinem alltäglichen Leben, Kinder nehmen zuerst ihre Eltern und ihr direktes Alltagsumfeld als Orientierung. Viele Vorlieben übernehmen wir  von unseren Eltern und weiteren älteren Familienmitgliedern. Ich zum Beispiel habe von meinen Eltern das Tennisspielen und das Interesse an Musik und Gesang übernommen. Einige habe ich wieder abgelegt, andere pflege ich bis heute.

In manchen meiner Lebensphasen habe ich auch Neigungen gepflegt, um mich abzugrenzen – habe verbotene Musik gehört –

 habe meine Freizeit mit Punks unter der Trauerweide im Stadtpark verbracht -alkoholfrei – das rechnen mir meine Eltern bis heute hoch an.

Musikalisch bin und bleibe ich meiner Abneigung gegen die üblichen Top 100 bis heute treu, habe nach meiner Punk – Zeit zurück gefunden zu meinen Wurzeln, die mir meine Gesangslehrerin  zu dieser Zeit auch benannt hat, Spirituals, Gospels und Blues. Ihnen und ihren rockigen Varianten bin und bleibe ich treu.

 

 

1000 Fragen an mich Selbst – Part LXXXIV

831. Was war das größte Wagnis, das du jemals eingegangen bist?

Meine alltäglichen Selbstverständlichkeiten – Laufen, Radfahren, etc…99 % der Neurologen und Orthopäden haben sie mir nicht zugetraut. Ich habe aber trotzdem nie aufgegeben.

832. Was ist die wichtigste Lektion, die du für dein Leben gelernt hast?

Trau‘ deiner eigenen Intuition.

833. Hast du einen Traum, der immer mal wiederkommt?

Nein. Ich erinnere mich zumeist nur an Bruchstücke.

834. Führst du manchmal verrückte Tänze auf, wenn dich niemand sieht?

Ja, das kommt regelmäßig vor, noch öfter allerdings singe ich in freier Wildbahn. Blicke prallen an mir ab.

835. Bei welcher Hausarbeit bist du froh, dass ein Gerät dafür erfunden wurde?

Wäschefalten funktioniert mit meiner Hilfe wesentlich besser.

836. Wie heißt deine Lieblingsinsel?

Die britische Insel ist die mir bisher liebste. Ich mag so manche Schrullen ihrer Bewohner und kann mich dort problemlos verständlich machen.

837. Welches Gehirntraining machst du?

Meine Chorliedertexte lerne ich regelmäßig auswendig. Zudem sind Malen und Zeichnen fördern meine Konzentration.

838. Welches Thema würdest du wählen, wenn du eine Mottoparty feiern würdest?

Das ist  vollkommen ausgeschlossen. Ich  bin kein Fetenmensch, weder -geher noch – veranstalter.

839. Welcher Traum ist unlängst geplatzt?

Mein Traum wäre, mein Liegedreirad mit einem regen- und schneesicheren Dach zu versehen. Leider hat es sich als teurer als momentan leistbar herausgestellt.  Also muß es noch etwas warten. web_dsc_2886_kopie_3

 

840. Redest du unbefangen über Geld?

Ja, wieso auch nicht? Im Laufe der letzten Jahre hat es in meinem Alltag eine ganz neue Rolle bekommen. Um zufrieden und glücklich zu sein, braucht es immer seltener Geld dazu.

1000 Fragen an mich Selbst – Part LXXXIII

821. Wie gut gedeihen Pflanzen bei deiner Pflege?

Bei mir vertrocknen Kakteen. Ich bin für Zierpflanzen nicht gemacht. 😉

822. Fühlst du dich auf einem Campingplatz wohl?

Nein, ich verbringe meinen Urlaub lieber in einer Ferienwohnung oder im Hotel.

823. Ist es wichtig für dich, was andere Leute von dir denken?

Teil des Lebenlernens mit meiner Depression ist auch der Abschied genau davon.

824. Wie heißt dein Lieblingszitat?

„Sollen Sie denken, was Sie wollen!“

825. Gehst du gern auf Flohmärkte?

Nein, denn zumeist sind mir Floh- wie Jahrmärkte zu voll. Ich mag es nicht, hin- & hergeschoben zu werden.

826. Traust du dich, als Erster auf die Tanzfläche zu gehen?

Na, selbstverständlich.

827. Welches Musical hast du zuletzt gesehen?

Das war vor einer gefühlten Ewigkeit Starlight Express.

828. Wie viele Höhen und Tiefen gibt es in deinem bisherigen Leben?

Es gab ganz viele Tiefen, dafür aber auch mega viel Höhen.

829. Wann hast du zuletzt zusammen mit anderen gesungen?

Da war zu Weihnachten, mit meinen Nichten untern Weihnachtsbaum. Natürlich kommen die Chorproben dazu, jede Woche.

830. Worüber machst du dir derzeit Sorgen?

Ganz ehrlich? Über nichts.

1000 Fragen an mich Selbst – Part LXXXII

811. Wie hätte dein Liebesleben auch aussehen können?

Ich hätte auch Mönch werden können – die Überlegungen hatte ich lange Jahre.

812.  Hast du mal eine Kerze für jemanden angezündet?

Ja, des öfteren. Ich bin immer mal wieder in meiner Kirche, spreche mit IHM, schicke mit Kerzen Gedanken zu IHM.

813. Wie viel Mal pro Woche isst du deinen Lieblingssnack?

Ein-, zweimal pro Woche gönne ich ihn mir – ein Bäcker – Wurstbrötchen.

814. Freust du dich für andere immer aufrichtig?

Ich bemühe mich drum. Seitdem ich aus dem Alltags-Hamsterrad heraus bin, fällt es mir wesentlich leichter

815.  Hat schon mal jemand gesagt, dass du großartig bist?

Ja, dieses seltene Kompliment habe ich bereits bekommen.

816: Wofür stehst du jeden Tag wieder auf?

Ich mag es sehr zu leben. Ich freue mich auf die Gespräche mit meinen Gegenüber während der Therapie, habe Spaß an den Begegnungen. Ebenso bin ich froh, zu diesen vollen Zeiten, Ausgleiche in meinem Alltag unterbringen zu können, nehme mich, ziehe mich in meine vier Wände, zurück.

817: Würdest du gern in einem anderen Land leben?

Neugierde treibt mich sehr gern in andere Länder – wenn das Geld nicht reicht, gerne auch über Reportagen und Dokumentationen im TV – meine Verwandschaft Nord- und Südamerika macht manche Ausbrüche in ganz andere Welten möglich. Mein Gehirnproblem hat mich schon mal phantasieren lassen, nach Island auszuwandern.

818: Wie verhältst du dich, wenn du nervös bist?

Ich beginne zu laufen, mache Wege im Freien oder auch in meinen vier Wänden. Manche behaupten, dann könne man meine Spur in den Dielen sehen.

819: Weichst du auf deinem Arbeitsweg manchmal von der üblichen Route ab?

Auf dem Hinweg mache ich das sehr selten,  auf dem Rückweg versuche ich allerdings regelmäßig, doppelte Wege zu verhindern und so Besorgungen irgendwo an der Busstrecke bereits zu erledigen.

820: Welche Garantien hast du in deinem Leben?

ich darf mich auf die Unterstützung meiner Familie verlassen, ebenso wie sie auch auf mich.

Es war a ….

habe ihn bei und mit meinen Eltern verbracht. Sowohl meiner Mutter als auch meinem Vater konnte ich an ihren Multimedia – Geräten helfen; beide nutzen PC und Handys mittlerweile – trotz ihrer Ü70 – wie selbstverständlich im Alltag. Wenn es aber um Neueinrichtung und Ergänzung mit Programmen und Apps geht, dann nehmen sie gerne meine Hilfe in Anspruch.

Zum Mittag und als Dankeschön für die selbstverständliche Unterstützung hat meine Mutter Westfälisches Zwiebelfleisch gemacht, dazu gab es Kartoffelklöße; eines meiner Lieblingsgerichte.

Wieder in der kleinen Domstadt werde ich einen entspannten Abend gestalten, mit Buch und einem Bierchen auf dem Sofa.

Verschlafen

…hab ich den gesamten Nachmittag. Irgendwas steckt mir in den Knochen. Hatte ich die Therapie schon gegen Mittag verlassen, weil ich in unserem völlig überheizten Büro derbe Kopfschmerzen bekam. Wir haben im Moment einige heftige Frischluftallergiker unter den Kollegen, so daß es völlig undenkbar ist, das Fenster über Tag zu öffnen.

Mein Chef kennt mich, hat mir meine Kopfschmerzen angesehen und mich gehen lassen.

Wieder Zuhause habe ich meine Fenster aufgerissen und mich zum Lesen und Entspannen ins Bett gelegt und im Hintergrund sein neues Album laufen lassen. Darüber bin ich wohl eingeschlafen – vor 2 Stunden bin ich wieder aufgewacht.

Euch Allen einen entspannten Abend.

Blech – Salto

Auf meine Intuition kann ich mich verlassen. Aus ihr heraus bin ich heute morgen einen Bus eher Richtung Therapie aufgebrochen und , wie sich zeigte, sollte sie mal wieder Recht behalten. Auf der engen Strecke zwischen den sehr dörflichen Ortsteilen hat sich ein Autofahrer mit den Grenzbereichen der Physik angelegt und – offensichtlich – verloren. Nach Vollendung des obigen Kunststücks lag der nigelnagelneue Polo nun alle Viere gen Himmel im Graben zwischen Radweg und Waldrand.

Hilfe war bereits vor Ort, die Fachkräfte kamen dem Bus mit blauem Rundumlicht entgegen. In ihm waren wir nur auf den hoffentlich glimpflich ausgegangenen Unfall aufmerksam geworden, weil der Busfahrer eine Durchsage machte, daß es etwas dauern könnte.

Ich bin – Gott sei Dank – heil angekommen und darf auf den gestern angekündigten Dienstgang verzichten.

Für warme Füße…..

…..

einfach den Rhythmus aufnehmen.

Für mich ist das nicht ganz so wichtig, denn zum einen habe ich Polster und zum anderen liebe ich dieses Wetter, die klare Luft mit klarem Kopf.

Besser gecovert

 

Heute gönne ich mir einen wirklich faulen Tag  – habe ihn zum größten Teil lesend und dösend in meinem Bett oder auf dem Sofa verbracht. Nichts hat mich heute motiviert,  vor die Tür zu gehen. Ich genieße es,  meine Höhle für mich zu haben, gemütlich mit einer Kanne Tee und meinem Buch.

 

 

 

1000 Fragen an mich Selbst – Part LXXXI

801. Wie sieht deine Traumküche aus?

Leicht größer als meine jetzige, was aber nicht das wichtigste ist, sondern, daß  ich Arbeitsflächen links sowohl  vom Waschbecken, als auch vom Herd habe.

 

802. Was ist deine früheste Erinnerung?

Ich mag ungefähr 2 Jahre alt gewesen. Ich erinnere mich an das Bewegungstraining  für mich, welches mein Vater mit mir machen mußte. Ich spüre noch heute sein Gewicht im Rücken, wenn er auf mir saß, um meinen Körper unbeweglich zu machen mit dem Ziel, daß ich meinen rechten Arm  und meine rechte Hand strecken und mit ihr greifen lerne. Es war schmerzhaft.

 

803. Bei welchen Gelegenheiten steht dir dein Ego im Weg?

Heute ist es Gott sei Dank immer weniger der Fall, da ich gelernt habe,  Ratschläge und Tipps nicht als Dequalifizierung meiner Person wahrzunehmen. Wenn mir bei Alltagsdingen geholfen werden mußte, da es noch keine Lösung für Einhändige gab  und Dinge mir abgenommen wurden,  bin ich sehr lange Zeit explodiert und habe mich angegriffen gefühlt.

 

804. Hast du eine gute Menschenkenntnis?

Die wird mir nachgesagt.

 

805. Wie wird die Welt in 100 Jahren aussehen?

Das ist eine Frage,  bei der ich mir erlaube, sie ein wenig nach hinten zu stellen. Das mache ich, weil meine Gedanken um den aktuellen Alltag relativ viel Raum einnehmen und mir wesentlich wichtiger erscheinen.

 

806. In welcher Beziehung sind Kinder angenehmer als Erwachsene?

Kinder sind so herrlich unvoreingenommen. Mit ihnen zu sprechen und sie beim Erreichen neuer Errungenschaften zu beobachten – ich denke an die ersten Schritte meiner jüngsten Nichte.

 

807. Würdest du an einem Talentwettbewerb teilnehmen?

Das habe ich bereits vor mehr als 20 Jahren – meine Gesangslehrerin hat mit ihren Schülern – wir waren zu 20 – eine abendfüllende Show gestaltet. Das war weit vor irgendeiner TV – Show mit wesentlich ehrlicherem Feedback.

 

808. Gibt es Tage, an denen du überhaupt nicht sprichst?

Solche Tage hat es gegeben – eine ganz üble Erfahrung, die ich niemandem wünsche – in der unbehandelten Phase meiner akuten Depression. Sie hatte dafür gesorgt, daß ich kaum in der Lage war, irgendwelche Gedanken zu fassen und mir das klar war. Um weder mich noch meine Gegenüber zu enttäuschen – so habe ich phantasiert – sage ich besser gar nichts. Der Schritt, ausreichend Selbstbewusstsein zu finden, wieder zu sprechen, war das schwerste innerhalb meiner Therapie.

 

809. Was sagen die Falten in deinem Gesicht?

Ich habe Lachen nie verlernt,  meine Depression hat es nur lange Zeit sehr gut versteckt.

 

810. Was bedeutet Ausschlafen für dich?

Ausschlafen bedeutet für mich die Freiheit, meinen Tag genauso gestalten zu können, wie ich ihn mag. Das heißt nicht, daß ich den ganzen Tag im Bett verbringe, sondern die Freiheit, genau die Dinge ohne Zeitdruck tun zu können, die mir in den Sinn kommen.

Musik zum Zeichnen

Im Hintergrund läuft das aktuelle Album dieses begnadeten Gitarristen. Vor mir ist der Tisch nach sehr langer Zeit endlich mal wieder frei geräumt für meinen Zeichen- & Malkarton. Heute werde ich eines der Weihnachtsgeschenke meiner Nichten testen, einen neuen, für mich bis dahin noch vollkommen unbekannten Pinsel.

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Schön und charmant an diesem Geschenk finde ich auch den individualisierten Griff. Den hat meine zweitälteste Nichte für mich aus zweifarbigem Moosgummi gebastelt. Nicht nur, daß er individuell und klasse aussieht, er hat auch tatsächlich einen guten Grip, er läßt sich toll handhaben.

Mein Wochenende hat bereits heute begonnen, morgen werde ich einen Ausflug nach Rheine machen, dort im

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mich ein wenig umschauen, eventuell bei ein paar T-Shirts zuschlagen.

1000 Fragen an mich Selbst – Part LXXX

791. Was ist der seltsamste Ort, an dem du jemals aufgewacht bist?

In der Kirche von Taizé – nach einer anstrengenden Schicht als Nightguard bin ich während des Morgen- Gottesdienstes eingeschlafen und zum Ende hin von Frère Haniòl geweckt worden.

792. Würdest du es gut finden, wenn etwas nach dir benannt würde?

Da so etwas zumeist posthum passiert, werde ich es nicht mitbekommen. Der Gedanke hat aber was.

793. Was machst du, wenn du nicht schlafen kannst?

Für mich ist es seit Grundschulzeiten liebgewonnene Gewohnheit, im Bett einige Seiten zu lesen.

794. Kannst du auch mit Leuten befreundet sein, die vollkommen anders denken als wir?

Nein, auf kurz oder lang sortiere ich diejenigen aus, mit denen nicht einmal eine gewinnende Diskussion führen kann.

795. Wie lange könntest du auf einer einsamen Insel überleben?

Keine Ahnung – ich würde es aber auch nicht testen wollen.

796. Wie oft googelst du den Namen deiner Jugendliebe?

Das macht keinen Sinn – ich weiß, daß sie mit unserem damaligen Englischlehrer verheiratet ist.

797. Welches Unterrichtsfach in der Schule war für dich schrecklich?

Chemie – obwohl ich einen tollen Lehrer hatte, habe ich bis heute keinen Zugang dazu bekommen.

798. Welche Zutaten dürfen in deinem Lieblingskuchen nicht fehlen?

Ich mag unglaublich gerne gedeckten Kirsch – und Apfelkuchen.

799. Was singst du unter der Dusche?

Gern und viel Blues und Gospel.

800. Fällt es dir leicht, einer Person zu sagen, dass du sie liebst?

Ja, ich trage mein Herz auf der Zunge.

Warten ….

…. auf meine Wäsche, das ist mein Sonntag Nachmittag. Das mache ich so entspannt wie möglich, unter anderem mit  Musik wie dieser hier:

 

 

Neben ihm ist heute auch er

 

ist auch er Teil meiner Liederliste im Hintergrund, während ich

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weiter besuche und ihren Gefühlen folge.

Ruhe

 

In ihr habe ich heute meinen Tag verbracht, meine Höhle habe ich nicht verlassen. Das Wetter hier hat auch wahrlich nicht dazu eingeladen. So habe ich meinen Tag mit Kannen Tee – aktuell trinke ich sehr gern Nana – Minze – lesend, Fernseh schauend, lesend & dösend verbracht.

 

1000 Fragen an mich Selbst – LXXIX

781. Welche Figur aus einem Roman würdest du gern verkörpern?

William von Baskerville aus Der Name der Rose, Umberto Eco.

782. Bist du ein unternehmungslustiger Typ?

Ja, sehr gern bin ich unterwegs. Heute ist es endlich so, daß ich meine Grenzen nicht mehr dem Gruppenzwang unterordne.

783. Kommst du immer zu früh, zu spät oder genau rechtzeitig?

Ich bin gerne ausreichend früh an Ort und Stelle.

784. Wie sorgst du für Struktur in deinem Kopf?

Mit einer Gedankenstütze im Handy und mit meinem Gerüst aus Arbeitstherapie, ambulant betreutem Wohnen, meinem Neurologen, meinem rechtlichen Begleiter und meiner Familie gelingt es mir ziemlich gut, meinen Alltag entspannt zu gestalten.

785. Bist du schon einmal irgendwo gewesen, wo du nur Sand und Wasser um dich
herum gesehen hast?

Jepp, das Strandhaus meines Onkels an Brasiliens Ostküste liegt so idyllisch.

786. Auf welchen Platz setzt du dich in der Achterbahn?

Solange ich gefahren bin, habe ich möglichst ganz vorne gesessen.

787. Machst du eine andere Person schnell auf ihre Fehler aufmerksam?

Sofern und solange mich der Fehler nicht selbst oder mein direktes Umfeld betrifft, halte ich mich sehr zurück.

788. Welche Rolle hast du in deiner Freundesgruppe?

Ich hoffe, daß ich nie wieder auf eine Rolle beschränkt werde. Das war in meiner Jugend so, da ich noch nicht einmal hätte sagen, wer ich selbst denn genau bin.

789. Was ist das Exotischste, das du jemals gegessen hast?

Krokodil- und Känguruhfleisch

790. Liest du Horoskope?

Immer mal wieder, wenn ich schmunzeln mag.

1000 Fragen an mich Selbst – Part LXXVIII

771. Wer hat dich in letzter Zeit stark beeindruckt?

Meine jüngste Nichte – sie hat in wenigen Tagen krabbeln gelernt.

772. Bist du ein gutes Vorbild?

Für einige vielleicht – möglicherweise wegen meiner Herangehensweise an das Leben mit meiner Depression.

773. Welche Tradition wird überbewertet?

Das, von dem behauptet wird, es sei auch in Deutschland bereits Tradition, Halloween. Es ist nichts weiter als ein Marketinginstrument, um mit Ramsch möglichst viel Geld zu verdienen.

774. Packst du Geschenke immer hübsch ein?

Ich tue mein bestes, mit anderthalb Händen komme ich aber schnell an Grenzen; von Herzen find ich wichtiger als vom Designer.

775. Interessierst du dich für Königshäuser?

Nein – zumindest was die aktuell noch amtierenden angeht. Anders ist es, wenn es um die historisch großen König- & Kaiserreiche geht. ZDFinfo leistet beste Dienste.

776. Welche Note von 1 bis 10 würdest du deinem Leben geben?

Eine 8, denn es geht mir schon arg gut, seitdem ich verstanden habe, daß mein Leben zu allererst mir gefallen und gut tun muß. Selbstverständlich gehören zu diesem schönen Leben nahe Vertraute, Freunde, Familie und auch Personen, denen ich möglicherweise nie wieder begegnen werde.

777. Fällt es dir leicht, mit Leuten in Kontakt zu kommen?

Oh ja, das ist wohl so. Ich lerne gerne neue Leute kennen. Schwerer fällt es mir dann, ein angebrachtes Gleichgewicht von Ferne und Nähe zu halten.

778. Wann hast du zuletzt etwas Neues gelernt?

Heute. Ich habe einen Auftrag hinbekommen, den andere mit zwei Händen nicht erledigen konnten. Das macht mich dann auch sehr stolz.

779. Wie hoch ist die Mauer um dein Herz?

Nicht sehr hoch, denn dann wäre aktives Zuhören kaum möglich. Manchmal führt das zu einer Verletzlichkeit, mit der einige bei mir nicht rechnen.

780. Machst du manchmal etwas nur widerwillig?

Manche Dinge ( Spülen 😂🤣) schiebe ich auch mal einen Tag vor mir her.