1000 Fragen an mich Selbst – Part XCI

901. Hast du schon mal eine Rede gehalten?

Ja. Im Laufe meiner mittlerweile 42 Jahre hat es einige Gelegenheiten gegeben, zu denen ich Reden halten musste oder aber auch durfte. Die erste Gelegenheit habe ich genutzt während eines Gottesdienstes, der unter dem Motto Erklär mir den Gottesdienst! stand. Alle Funktionen wieMessdiener, Lektoren, Kollektoren waren bereits besetzt, nur der Priester fehlte noch. Noch heute – damals war ich 5 Jahre alt – wird mir von meiner Predigt berichtet. Sie sagen, ich habe die 5 Minuten mit den Worten „Liebe Gemeinde von Gemen,…..“ begonnen. Umso witziger wird die Situation mit dem Wissen, daß mein Vater gerade als Lehrer an der Realschule in der Stadt begonnen hatte.

 

902. Welche Art von Restaurants bevorzugst du?

Ich mag sehr gern indische Spezialitäten sowie mongolisches Buffett. Ebenso bevorzuge ich kleine Restaurants.

 

903. Welchen großen Vorteil hat es, wenn man als Single lebt?

Ich genieße es sehr, meine Zeit unabhängig für mich zu planen.

 

904. Welchen großen Vorteil hat es, wenn man in einer Beziehung lebt?

Gerade heute wäre dann jetzt jemand da, der mir meinen völlig verspannten Rücken massieren und eincremen könnte.

 

905. Findest du dich selbst schön?

Ich bin zufrieden, schaue gern in den Spiegel und kümmere mich wieder um mich selbst. Das hatte ich in meiner akuten schwer depressiven Phase völlig verlernt.

 

906. Welche Gefühlsregung erlebst du mindestens einmal am Tag?

Dankbarkeit – in meinen Gesprächen mit IHM unterhalte ich mich gerne über die Schönheit der Einfachheit meines Alltags. Ich habe soviel überflüssiges hinter mir lassen können.

 

907. Wann hast du zuletzt Champagner getrunken?

Ich habe noch nie die Gelegenheit gehabt, dieses Getränk zu probieren. Da aber schon Sekt nicht mein Geschmack ist, vermute ich, daß es Perlen vor die Säue wäre.

 

908. Bist du ein Sonntagskind?

Nein. Ich bin an einem Donnerstag geboren.

 

909. Wie würde das Gemälde aussehen, das dein Leben darstellt?

Es wäre sehr bunt – überwiegend, denn es gäbe auch graue bis schwarze Zonen, unterschiedlich groß, um meinen tiefdepressiven Zeiten auch ihren Platz einzuräumen.

 

910. Mit welchem Kleidungsstück von früher verbindest du gute Erinnerungen?

Ich habe sehr gern Anzüge getragen – während der Jahre in der Verwaltung habe ich mich darin wohl gefühlt. Ebenso gehören Sie zu den Auftritten mit unterschiedlichsten Chören.

Zufrieden und lächelnd…..

…… sitze ich gerade im RE7; das zweite Mal heute nun schon, denn ich bin auf dem Rückweg von einem spontanen Familientreffen in Bergisch Gladbach, bei meiner jüngeren Schwester.

Nicht nur meine ältere Schwester mit Mann und meinen zwei ältesten Nichten und meine Eltern waren dort, sondern einer meiner Cousins, die in Sao Paulo leben, sowie der Sohn meines ältesten Cousins aus den USA, der seit einigen Wochen mit Frau und Sohn im Kölner Speckgürtel wohnt, ebenfalls.

Ich liebe es, auch dabei zu sein, auch wenn es mich 8 Stunden Zug-Zeit kostet; ich bin und bleibe Familienmensch.😊

Auf den Ohren habe ich gerade

Fundstück

 

 

J.T. Earle habe ich per Zufall in einer aktuellen qobuz – Playlisten entdeckt. Ich mag die Einfachheit und Leichtigkeit seiner Songs – hab mich gleich mal nach ganzen Alben umgeschaut und bin fündig geworden.

 

 

Dies ist der Titelsong seines 2011er Albums – sehr charmant, bluesig, rockig – gefällt mir. Es läuft gerade im Hintergrund, während ich meine Wohnung ein wenig auf Vordermann bringe.

Von Schirach – Reihen – Start

Heute nach meinem Feierabend habe ich die Martin – Schlosser – Reihe von Gerhart Henschel mit Band 8 vorerst ausgelesen und werde nun meine gesammelten Bücher von Ferdinand v. Schirach in Angriff nehmen. Er ist mir in unterschiedlichen Zusammenhängen untergekommen – in einigen Feuilletons habe ich Rezensionen,  kurze Auszüge gelesen, jedoch waren es seine Berichte in unterschiedlichen Talkshows, die mich an die Bücher des Stafverteidigers heranführten. In seinem ersten Buch stellt er einige Fälle aus seinem Arbeitsalltag vor.

Schirach - Verbrechen

Ich  bin gespannt.

1000 Fragen an mich Selbst – Part XC

891. Was machst du an einem regnerischen Sonntagnachmittag am liebsten?

An Sonntagen, so wie heute einer war, lese ich, döse vor mich hin, gern mit Musik im Hintergrund, heute unter anderem

892. Sagst du lieber „Guten Morgen“ oder „Gute Nacht“?

Ich sage lieber Guten Morgen, denn abends habe ich meine Höhle zumeist für mich allein.

893. Liest du gern vor?

Ja. Das mache ich gerne für meine Nichten. Einige Jahre lang habe ich auch in katholischen Kirchen vorgelesen, war Lektor und habe im Kirchenchor gesungen.

894. Wie würdest du dein Leben anpacken, wenn du noch mal von vorn anfangen dürftest?

Selbst, wenn es möglich wäre, würde ich dieses Angebot ablehnen, denn dann wäre ich nicht mehr ich.

895. Hast du jemals einen lQ-Test gemacht?

Japp. In der Psychiatrie zu Beginn meiner stationären Depressionsbehandlung bekam ich nach 2 Tagen die Diagnose: Der Verdacht erhöhter Intelligenz hat sich bestätigt.

896. Beherrschst du Standardtänze?

Ja. Ich habe fast 15 Jahre Standard- & Lateintänze in einem Verein getanzt. Vielleicht wäre es im Moment etwas ungelenk, doch mit ein wenig Übung sähe es wohl wieder annehmbar aus.

897. Auf welcher Seite des Bettes liegst du am liebsten?

Ich liege zumeist auf der rechten Seite meines Bettes, in der Regel allein.

898. Welches ist dein peinlichstes Lieblingslied?

Vielleicht ist es nicht peinlich, doch schon ungewöhnlich.

Ich liebe es, die Bass- Stimme mitzusingen.

899. Hast du schon mal ein Weltwunder gesehen?

Ich habe eines der 7 Weltwunder der Moderne gesehen, die Christusstatue auf dem Corcovado in Rio.

1995 habe ich sie besucht.

900. Hast du gern recht?

Das will und kann ich nicht leugnen. Ich versuche aber, das dann mit Argumenten zu belegen.

Hohe Luft – Frage 6

Wann ist es Liebe?

Mir stellt sich in Anbetracht dieser vier Worte die Frage, ob eines oder nicht doch zwei dieser vier Gegenstand der folgenden Gedanken sein sollten.

Es geht in der Frage doch um zwei Begriffe, es & Liebe.

Ich erlaube mir an dieser Stelle einfach, meinen gesunden Menschenverstand anzuwenden – Definitionen brächten an dieser Stelle nichts, meine ich.

Es – dies ist für mich das Leben in Beziehung – zu mir, meinem direkten und weniger nahen Umfeld.

Liebe – Hingezogenheit zu einem Gegenüber, die über eine rein zweck- oder nutzengebundene Beziehung hinausgeht.

Gehe ich von diesen Grundgedanken aus, dann ist klar, daß die Basis  jeder Beziehung die Akzeptanz meiner Selbst sein muß, die eine Beziehung zu unterschiedlichsten Gegenübern erst möglich macht. Das macht klar, daß Liebe keine Gut-Wetter-Sache sein kann, denn jeder Mensch hat nun einmal positive wie negative Eigenschaften, die ich Talente nenne ( in Anlehnung an das Gleichnis von den anvertrauten Talenten)*, mit denen jeder von uns in alle Beziehungen geht.

Um aber die Chance auf gesunde, d.h. gelingende Beziehungen zu haben, ist eine Menge Ich – Arbeit notwendig, immer mehr, je intensiver diese Beziehungen sind, ansonsten ist das Risiko, daß diese Beziehungen, unabhängig von der Nähe zum Gegenüber, misslingen, sehr hoch.

Ob dann aus einer nahen Beziehung eine Freundschaft und gar eine Partnerschaft entstehen kann, ist komplex; ich habe ein Bild gefunden, welches die komplexen Zusammenhänge einigermaßen zugänglich macht.

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Jede Beziehung hat etwas von einem Puzzle,  je näher sie ist, desto mehr Teile hat es.  Die Gestaltung einer gemeinsamen Beziehung ist die Arbeit an diesen vielen Teilen. Zumeist sitzt man gemeinsam daran, doch denke ich, daß zu einer funktionierenden Beziehung auch gehört,  mal alleine dran zu sitzen und seinem Gegenüber Raum, Zeit und Vertrauen zu geben, an anderen Beziehungen zu arbeiten.

Erst das entwickelt die Liebe zueinander.


*

Mt 25,14 -30

14 Es ist wie mit einem Mann, der auf Reisen ging. Er rief seine Diener und vertraute ihnen sein Vermögen an.

15 Dem einen gab er fünf Talente Silbergeld, einem anderen zwei, wieder einem anderen eines, jedem nach seinen Fähigkeiten. Dann reiste er ab. Sofort

16 ging der Diener, der die fünf Talente erhalten hatte hin, wirtschaftete mit ihnen und gewann noch fünf weitere dazu.

17 Ebenso gewann der, der zwei erhalten hatte, noch zwei weitere dazu.

18 Der aber, der das eine Talent erhalten hatte, ging und grub ein Loch in die Erde und versteckte das Geld seines Herrn.

19 Nach langer Zeit kehrte der Herr jener Diener zurück und hielt Abrechnung mit ihnen.

20 Da kam der, der die fünf Talente erhalten hatte, brachte fünf weitere und sagte: Herr, fünf Talente hast du mir gegeben; sieh her, ich habe noch fünf dazugewonnen.

21 Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du tüchtiger und treuer Diener. Über Weniges warst du treu, über Vieles werde ich dich setzen. Komm, nimm teil am Freudenfest deines Herrn!

22 Dann kam der Diener, der zwei Talente erhalten hatte, und sagte: Herr, du hast mir zwei Talente gegeben; sieh her, ich habe noch zwei dazugewonnen.

23 Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du tüchtiger und treuer Diener. Über Weniges warst du treu, über Vieles werde ich dich setzen. Komm, nimm teil am Freudenfest deines Herrn!

24 Es kam aber auch der Diener, der das eine Talent erhalten hatte, und sagte: Herr, ich wusste, dass du ein strenger Mensch bist; du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast;

25 weil ich Angst hatte, habe ich dein Geld in der Erde versteckt. Sieh her, hier hast du das Deine.

26 Sein Herr antwortete und sprach zu ihm: Du bist ein schlechter und fauler Diener! Du hast gewusst, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe.

27 Du hättest mein Geld auf die Bank bringen müssen, dann hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen zurückerhalten.

28 Nehmt ihm also das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat!

29 Denn wer hat, dem wird gegeben werden und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat.

30 Werft den nichtsnutzigen Diener hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein.

 

1000 Fragen an mich Selbst – Part LXXXIX

881. Fühlst du dich wohl in deiner Haut?

Ja, mittlerweile wieder. Ich habe mich wieder schätzen gelernt.

882. Was würdest du tun, wenn du dein gesamtes Geld verlieren würdest?

Neu anfangen, mich neu organisieren. so habe ich es mit meinen gerichtlichen Begleitern seit 2013 getan.

883. Mit welchem Material bastelst du am liebsten?

Ich zeichne sehr gerne Aquarellstiften oder alternativ mit Acrylfarben auf Leinwand.

884. Welche TV-Sendung könnte, wenn es nach dir ginge, sofort wiederholt werden?

Ich habe immer sehr gern Dr. Snuggels gesehen, ebenso Hallo Spencer.

885. Hast du gern mehrere Eisen im Feuer?

Ja, das war unter anderem die Ursache für meinen depressiven Absturz. Um nach dem Studium einen möglichst guten Berufseinstieg zu haben, war ich in unterschiedlichsten Bereichen präsent und bin dann doch auf der Strecke geblieben.

886. Führst du in Gedanken häufig Fantasiegespräche?

Ich bete. Für mich ist das Austausch mit einem sehr wichtigen Gegenüber. Von außen betrachtet mögen das Phantasiegespräche sein.

887. Könntest du ein Geheimnis mit ins Grab nehmen?

Es gibt Dinge, die ich nur mit mir allein ausmache.

888. Welchen Comedian magst du am liebsten?

Comedians sind so gar nicht mein Ding. Stattdessen gönne ich mir gerne politisches Kabarett, u.a. sehr gern Volker Pispers.

889. Welche Blumen verschenkst du gern?

Ich habe einen schwarzen Daumen. Deshalb verschenke ich keine Blumen.

890. Was raubt dir den Schlaf?

Das schaffen leider all‘ die Dinge, die ich abends nicht mehr abzulegen schaffe, sei es in einem Text, einem persönlichen Gespräch oder eben auch in einem Gespräch mit IHM.

1000 Fragen an mich Selbst – Part LXXXVIII

 871. Lässt du dich manchmal ausnutzen?

Ja, das war lange Jahre der Fall, der extremste Fall hat ich mich in die Privatinsolvenz gebracht.

872. Hörst du oft Radio?

Täglich während der Therapie – wenn nicht irgendwer seine private Playlist per Bluetooth –  Box abspielt.

873. Was ist schlimmer: zu scheitern oder es gar nicht erst versucht zu haben?

Scheitern ist alltäglich –  damit umgehen zu lernen, bleibt Aufgabe das gesamte Leben lang. Keine Versuche zu wagen, ist sträflich.

874. Was hätten die anderen nie von dir erwartet?

Meine Entscheidung für die Theologie haben viele nicht erwartet,  manche verstehen sie bis heute nicht.

875.  Auf welchen Feiertag freust du dich jedes Jahr?

Feiertage sind für mich immer Familientage – nach einem Gottesdienst an Ostern, Pfingsten und Weihnachten fahre ich zu meinen Eltern; dort treffen wir uns alle gemeinsam.

876.  Welche Farbe würdest du deinem Leben zuordnen?

Orange – eine ganz spontane Intuituion. Sie wirkt auf mich warm, vertraut, aber ebenso birgt sie einen Hinweis auf Risiko, der Rot- Anteil erinnert mich daran.

877. Wer beschützt dich?

ER – ich  glaube an IHN und habe in meinem bisherigen Leben schon einige  Situationen nur überstanden, weil ich mir SEINER Unterstützung sicher war und bin.

878. Betrachtest du manchmal die Sterne am Himmel?

Regelmäßig – ich mag es sehr, in sternenklaren, kalten Nächten draußen spazieren zu gehen und die Weite mit ihren so klein wirkenden Lichtern zu genießen.

879. Wovon wirst du ruhig?

Gebete – Gespräche mit IHM und SEINER Mutter – beruhigen mich ungemein. In Taizé habe ich auch gelernt, Schweigen können als Geschenk anzunehmen.

880. Kannst du Stille gut aushalten?

Ja – wie gerade schon geschrieben, habe ich diese Erfahrung in Taizé kennen und schätzen gelernt. Es ist eine tolle Form, mich auf mich Selbst einzulassen.

Hohe Luft – Frage 5

Warum haben wir jederzeit weniger Zeit?

 

Ich bin überzeugt davon, daß es ein Überangebot gibt, in so gut wie jedem Bereich. Selbstverständlich ist es gut, breit aufgestellt zu sein, sei es im beruflichen wie auch im Freizeitbereich. Darüberhinaus führt die Professionalisierung der Freizeit dazu, daß jede Kleinigkeit eine Art Absolutheitsanspruch zu entwickeln scheint.

Als ein Beispiel dafür fällt mir – aus eigenem Erleben in meiner Jugend – das Pfeilewerfen vor die Füße. Ich war in der Oberstufe und habe mit einer Hobby-Mannschaft in einer regionalen Liga um Meisterschaften geworfen. Um an die Pfeile, Spitzen und sonstiges Zubehör zu kommen, mußte man noch arg suchen, in meiner Heimatstadt gab es 1995 einen Hinterhofladen. Und heute? Da ist das Geheul groß, wenn nicht jede Minute der Weltmeisterschaft aus dem AllyPally in London übertragen wird; in jedem besser sortierten Supermarkt findet sich heute ein Display mit einer soliden Grundausstattung.

So wie es für Darts immer mehr zu finden ist, so ist es für viele andere Hobbies ebenfalls, so daß neben dem Supermarkt als Allesanbieter eine große Menge an Fachgeschäften und eben das Internet als Allesort um die potentiellen Kunden konkurieren. Nun ist natürlich der Dartsport eine von einer nur schwer zu überblickenden Zahl an Alternativen. Das bedeutet, daß nicht nur ich, sondern jeder um mich herum, mit einer Unmenge an Reizen überfordert und – trotz dem man zu einer Clique gehört – gefordert, seine Zeit zu organisieren. Das ist schon kompliziert genug, doch die ständige Erreichbarkeit untereinander, die gegenseitigen Wünsche an Freunde und Freundschaften sowie die Notwendigkeit, Arbeit und Freizeit für sich zu organisieren, steht erstmal fest, daß jeder von uns immer weniger Zeit hat. Einen der Gründe habe ich bereits benannt – das Überangebot an Freizeitalternativen – doch für wichtiger halte ich, zu benennen, daß viele auch aus ihrer Freizeit einen kräfteraubenden Wettbewerb machen zu  müssen glauben und – unterm Strich – Entspannung bei  vielen mehr oder minder auf der Strecke bleibt.

Genau diese Erfahrung habe ich auch während des Studiums machen müssen – die Erwartung, neben dem Studienalltag mit den Hausarbeiten und Prüfungen, dem normalen social life auch schon möglichst viele potentielle Berufseinstiege zu ebnen. Schaffen die meisten das – zumindest von außen beurteilt,  offenbar relativ unbeschadet, so war es bei mir anders. Ich hatte deswegen irgendwann kaum noch Zeit für mich, genaugenommen keine Zeit, neben Studentenjob und dem oben genannten auch noch Ruhe zu finden. Erst nach 12 Jahren –  mit dem Start in die stationäre Therapie – habe ich meinem Ich, dem neben der Disziplin und vermeintlichen Pflichterfüllung, Raum gegeben und neu Leben gelernt – mein Leben gelernt, das nicht in die normalen Muster passt. Ich habe aufgehört, den vermeintlich idealen Gruppenerwartungen zu genügen, ich bin auf meinem Weg zu mir. Das bringt eine Menge Zeit zurück.

Wieder da…

&

.. ist mein Geschenk aus der Klosterzeit im Nikolauskloster, das Erysipel.

Das hat dazu geführt, daß ich seit Mittwochmittag die meiste Zeit entweder auf meinem Sofa oder im Bett verbracht habe – auf Geheiß meines Hausarztes und als Effekt der notwendigen Medikamente. Im Zusammenspiel mit meinen Antidepressiva hat es zu wirklich entspanntem und erholsamem Schlaf geführt. Ich mag diese Off-Zeiten, ich brauche sie. Auch morgen werde ich in meiner Höhle bleiben, bevor es am Sonntag zu meinen Eltern geht. Für die Busfahrt zu ihnen habe ich ein neues Album entdeckt.

Hohe Luft – Frage 4

Warum vertraue ich nicht immer meiner inneren Stimme?

Sachliche Informationen können ebenso wie emotionale Ratschläge meiner Inneren Stimme heftig zuwider laufen. Sachlichkeit und Emotionalität stehen sich bei jeder bewussten Entscheidung gegenüber. Sind sie miteinander vereinbar, bekommt der Alltag eine charmante Leichtigkeit, die ich in meinem Alltag lange Zeit vermisst habe.
Depression ist Fehlen von Intuition! möchte ich mit Blick in den eigenen Rückspiegel sagen. Ich habe die heftigen Phasen als Zeiten erlebt, in denen ich auf meine eigenen Erfahrungen und mein Wissen nicht mehr zurückgreifen konnte. Das Gefühl von SpongeBob Schwammkopf hat mir den Zugang gänzlich unmöglich gemacht. Das führte dazu, daß ich das Gefühl hatte, vor einer simplen Alltagsentscheidung – normal Sekundensache – die Grundlage mir immer wieder neu draufschaffen zu müssen. Dazu fehlte irgendwann schlicht die Zeit und, das wiederum ließ meinen Alltag immer dunkler und unerträglicher werden. Mich dabei zu beobachten, nach einem Gedankensplitter zu suchen, um wieder strukturiert zu denken zu beginnen, immer wieder zu scheitern, bringt in einen Abwärtsstrudel.

Mein Leben baut sich seit meiner Klinikzeit 2012/2013 komplett neu auf, die Unterstützung aus und in meinem Gerüst hat mich wieder dazu gebracht, meine innere Stimme überhaupt wieder zu hören, ihr zu glauben, ihr wieder vertrauen zu lernen.

Nicht aber nur innere Aspekte spielten und spielen eine Rolle. Die Einflüsse von außen werden mit der erwarteten Erreichbarkeit und der überbordenden Informationsflut immer anstrengender, überrennen jeden und alles, inklusive der inneren Stimme. Sie ist zu leise und fein, um durch den Krach hindurchzukommen, ständig. Dann vertrauen wir dem Mainstream, das braucht zumeist am wenigsten Kraft.

Selbst wieder im Jetzt denkend, hat meine innere Stimme ihre Unbeschwertheit verloren. Ich stelle mich selbst noch immer zu sehr in Frage.

1000 Fragen an mich Selbst – Part LXXXVII

861. Was wäre auf deinem eigenen TV-Sender zu sehen?

Crime Doku, Natur Doku, Crime Series, aktuelle Nachrichten.

862. Was motiviert dich zum Sporttreiben?

Mein eigener Spaß an Bewegung und positivem Erschöpftsein.

863. Wie sieht deiner Meinung nach der Himmel aus?

Ich halte ihn für einen Ort gelungener Kommunikation.

864. Was nimmst du dir mindestens zweimal im Monat vor?

Noch  öfter Radfahren.

865. Wann hast du zuletzt in einer Hängematte gelegen?

Im letzten Sommer im Garten meiner Eltern.

866.  Was findest du an einer Wellnessbehandlung am angenehmsten?

Die Möglichkeit, meine Gedanken fließen zu lassen.

867. Schaust du ausländische Filme gelegentlich im Original?

Ja, regelmäßig englisch- und französischsprachige Originale.

868. Machst du es dir manchmal unnötig schwer?

Mit  Sicherheit gibt es manchmal Situationen, die ich zerdenke.

869. Welches Wort hast du jahrelang falsch ausgesprochen?

Die Weihnachtsgrippe hatte Kultstatus in meiner Kindheit.

870. Was ist wichtiger: der Weg oder das Ziel?

Der Weg – Ziele können sich im Laufe des Weges durch Begegnungen ändern.

Hohe Luft – Frage 3

Was ist Schicksal?

Ich denke, dieser Begriff ist belastet, denn mir scheint, er wird als Entschuldigung oder Ausrede gebraucht, wenn etwas anders als geplant oder gewünscht passiert. Etwas außerhalb der eigenen Einflusssphäre liegendes wird für den Fortgang des persönlichen Lebens verantwortlich gemacht.

Schicksal so zu beschreiben scheint mir aber apologetisch. Die eigene Verantwortung wird – so denke ich – ignoriert. Ich bin Christ, glaube an IHN und bin einigermaßen vertraut mit den Büchern der Bibel.

In der Genesis finden sich folgende Verse:
27 Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau.
28 Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht.(Lutherbibel 2017, Gen 1, 27f)

27 Gott erschuf den Menschen als sein Bild, als Bild Gottes erschuf er ihn. Männlich und weiblich erschuf er sie.
28 Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch, füllt die Erde und unterwerft sie und waltet über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die auf der Erde kriechen!(Einheitsübersetzung 2016, Gen 1,27f)

Sie sind Teil der ersten Schöpfungsgeschichte, und sie enthalten die Aufforderung an den Menschen, verantwortlich mit seiner Umwelt umzugehen. Die Übertragung aus dem Hebräischen ist ungenau, denn weder die Lutherbibel noch die Einheitsübersetzung treffen die Konnotation des biblischen Hebräischen genau. Während des Studiums wies unser Alttestamentler immer wieder darauf hin.

Für mich bedeutet die verlangte Verantwortlichkeit auch, daß die Wahrnehmung von Schicksal wie oben falsch ist. Für mich ist Schicksal das, was ich draus mache. Ich darf mich nicht beschweren, wenn ich die Dinge aus der Hand gebe. Dann geschieht mit mir, und ich gestalte nicht mehr. Selbst verständlich bleibt es so, daß ich nie alles werde beeinflussen können und nie soweit planen kann, daß ich alles schon erahnt habe.
Zum einen denke ich, daß es dann nur noch eine Existenz und kein Leben mehr wäre, und zum anderen glaube ich eben an Gott, dessen Rolle für mich in diesem Gedicht beschrieben wird.
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Sie trifft nur einen vieler Aspekte meiner Beziehung zu IHM – ER ist immer erster Gesprächspartner, mal Mülleimer, mal Freudenteiler und so vieles anderes. Ich bin dankbar, daß es IHN gibt.

Autsch…..

…..die ersten 22 km von gestern stecken mir noch in den Knochen. Heute werde ich erst gegen Abend wieder fahren. Bis dahin gönne ich mir einen ruhigen Lesetag.

Das passt.

Heute im Laufe des Tages wurde mir klar, daß es eine gute Idee war, heute im Laufe des späten Nachmittags mein Rad wieder fit zu machen. Morgen Nachmittag steigt hier das Drittligaderby SCP Münster vs VfL Osnabrück. Da ist, wie immer, Zunder drin, und das sorgt dafür, daß in der und um die Innenstadt herum einige Hundertschaften aufziehen werden, um die Fangruppen möglichst auseinander zu halten. Ebenfalls sorgt dieses Ziel dafür, daß der Auto- & Busverkehr mehrere Stunden um die Spielzeit herum zum erliegen kommen.

So blieb mir nur, zum Markt zu laufen oder eben, genau, mein Rad zu nutzen.

Es passt also 😊

Saisonstart

Morgen nach Therapie- Ende werde ich beginnen, mein

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wieder tourenfit machen.

Das Wetter scheint dauerhaft wieder so trocken und klar zu werden, daß ich meine ersten Tagestouren in diesem Jahr scheine machen zu können, heute Abend werde ich nur schauen,  ob ich einen neuen Schlauch oder anderes Verbrauchsmaterial benötige. Bremsen- und Schaltungseinstellungen werde auf morgen Nachmittag verschieben.

Im Hintergund werde ich

und ähnlich schöne  Titel hören.

1000 Fragen an mich Selbst – Part LXXXVI

851. Bedeutet Fremdgehen das Ende der Beziehung?

Wenn es wirkliche Liebe ist und Kommunikation funktioniert, dann ist es eine riesige Herausforderung, nicht das Ende.

852. Würdest du das Gesetz übertreten, um jemanden zu retten, den du liebst?

Ja, ohne Frage. Bis heute trage ich die finanziellen Konsequenzen dafür.

853. Bist du jemals wegen deiner Ansichten zurückgewiesen worden?

Ja, aber das stört mich nicht, denn so trennen sich Spreu und Weizen, insbesondere unter den Personen, die Freunde sind oder auch waren.

854. Welches Urlaubssouvenir bereitet dir immer noch Freude?

Ich habe 2001 einige T-Shirts und eine Base-Cap aus dem Grand Canyon mitgebracht. Sie waren offenbar richtig guter Qualität – ich trage sie noch immer.

855. Hältst du an etwas fest, was du eigentlich schon längst hättest loslassen müssen?

In den letzten Jahren habe ich gelernt, für mich schlechtes hinter mir zu lassen, ohne ständig wieder daran zu denken. Stattdessen schaue ich entspannt in die Zukunft.

856. Ist irgendwann mal deine größte Befürchtung eingetreten?

Ja, es hat bereits einige Situationen gegeben, in denen ich viel zu impulsiv entschieden habe, oder aber ich in Situationen schlicht zu unreif war, überhaupt zu entscheiden.

857. Was hat dir vor fünf Jahren den Schlaf geraubt?

Heute vor 5 Jahren habe ich noch in Schöppingen gelebt, in einer verordneten WG mit einer neurotischen, damals Mitvierzigerin, die a- sozial im Wortsinne war, nicht gemeinschaftsfähig. Von ihrer Krankheit ist gar nicht zu reden, es reicht schon aus, zu wissen, daß sie 1 x wöchentlich duschte und Frischluftallergikerin war. Es war einfach ekelhaft, ihr zu begegnen.

858. Hast du manchmal das Gefühl, dass du „heute“ schon häufiger erlebt hast?

Dèja-vues erlebe ich immer mal wieder – habe dann den Eindruck, den Dialog, der folgt, soufflieren zu können.

859. Wer macht einen besseren Menschen aus dir?

Mein Glaube, die Beschäftigung mit IHM und Handeln nach SEINEM Vorbild sowie die Auseinandersetzung mit mir selbst. Diese wird intensiver, wenn ich von mir vertrauten Menschen gespiegelt werde.

860. Was bringt dich zum Lachen?

Wortwitz, Polit- Satire.

Hohe Luft – Frage 2

Wie viel Prozent bin ich ich selbst?

Zunächst einmal hoffe ich, daß mein Anteil an mir selbst ziemlich hoch ist. Klar ist mir darüber hinaus, daß mein direktes familiäres Umfeld, mein Kindergarten, die Grundschul- & Gymnasialzeit direkten Einfluß auf meine Persönlichkeit hatten.

Die ersten Einflüsse, die für mich unfraglich große Bedeutung hatten und bis heute haben, sind meine Eltern; und sie gleich in doppelter Hinsicht. Zum einen ist meine DNA je zur Hälfte aus ihrer zusammengesetzt, zum anderen waren und sind sie mit ihrem Verhalten Korrektiv, Beispiel und Abgrenzungsfolie. Die Rolle der Gene meines Vaters sollte – scheint’s – nicht unterschätzt werden. Solange er noch als Lehrer tätig war, kam es mitunter vor, daß ich unterwegs nach Hausaufgaben für den folgenden Tag gefragt wurde. Auch der der Einfluß meiner Mutter ist unübersehbar, denn von ihr habe ich meine Nähe zum Wasser, die regelmäßig in Konflikt mit der Sachlichkeit meines Vaters kommt.

Neben meinen Eltern spielt bei mir meine erweiterte Familie eine wichtige Rolle, da sind meine Schwestern, meine zwei Schwager und meine Nichten. Habe ich zwei Schwestern, so hat mein Vater zwei Schwestern und einen Bruder, meine Mutter allerdings 6 Brüder und 2 Schwestern. Das bedeutet, daß bei einem fiktiven Familientreffen knapp 150 Personen unterschiedlichster Natur zusammen kämen. Waren wir bis zum Studienbeginn zu fünft in unserem Elternhaus, so sind wir heute insgesamt 12 Personen über ganz NRW verteilt. Meine gesamte Familie ist nicht nur über Deutschland verteilt, sondern Geschwister meines Vaters – mit ihren Kindern, Enkeln und Urenkeln – leben in den USA und Brasilien – schon seit mehreren Jahrzehnten. Dorther und auch aus meiner Schulkarriere entstammt mein Interesse an Fremdsprachen. Das Talent für die deutsche und das Lernen manch anderer Fremdsprachen habe ich von meinem Vater, darf aber von mir behaupten, sie ohne jede Angst im Alltag anzuwenden. Ich quatsch einfach drauf los 😉

Bis ich das konnte, habe ich allerdings mehr oder weniger anstrengende Jahre in Kindergarten, Grundschule und Gymnasium hinter mich gebracht. Die einfachste dieser Zeiten war die im Kindergarten, denn dort waren Konkurenzgedanken nicht da, körperliche Unterschiede wurden im wahrsten Sinne des Wortes überspielt. In der Grundschulzeit blieb das lange so – insbesondere der Einsatz meiner Klassenlehrerin und der meiner Kunstlehrerin haben meine handwerklichen Nachteile gekonnt ausgeglichen. Auffällig und für mich nicht mehr zu ignorieren waren die körperlichen Nachteile im Sportunterricht am Gymnasium, obschon ich bereits zu Grundschulzeit damit zu kämpfen hatte, nicht im Fußballverein mitspielen zu können. Daß ich gleichzeitig Tennis spielte, in der DLRG aktiv war, blieb für mich genauso unsichtbar und wertlos wie manch anderes, oder aber, es war eben doch ich, der den Unterschied gemacht hat. Niemand aus meiner Klasse hat insgesamt 16 Jahre im Standard- & Lateintanzgeschäft verbracht; und meine Mutter hatte mich fast 1 Jahr lang bearbeiten müssen 😉

Es war und ist vielleicht bis heute immer eine Frage der Perspektive, einzuschätzen, wie viel ich ich bin, doch steht fest, daß heute der Satz Ich bin ich, und das ist gut so! sowohl sagt, daß Abgrenzung notwendig ist, als auch klar macht, daß genau das nur möglich ist, wenn ich weiß, woher ich komme.

1000 Fragen an mich Selbst – Part LXXXV

841. Bist du schon mal nachts geschwommen?

Vor fast 30 Jahren haben wir uns in einer katholischen Familienbildungsstätte mal Zugang zum Kellerhallenbad verschafft haben.

842. In welchen sozialen Netzwerken bist du aktiv?

Ich nutze Facebook und WhatsApp für mich.

843. Was würdest du tun, wenn Geld keine Rolle spielen würde?

Wenn Geld keine Rolle spielt, es also keines gäbe, würde ich auch nach meiner jetzigen Prämisse leben:

Wenn ich morgens gerne aufstehe, die anstehenden Dinge mit einem Lächeln und Energie erledige, Zeit für meine Hobbies habe, gegen Abend erschöpft und zufrieden bin, dann läuft alles richtig.

844. Was ist deiner Einschätzung nach lästig, wenn man alt ist?

Ich habe Respekt davor, irgendwann weniger gut zu Fuß zu sein. Der nächste Schritt wäre dann der in den Rollstuhl.

845. Wer trifft die meisten Entscheidungen in deinem Leben?

Ich selbst, in einem gut konstruierten Gerüst aus Unterstützern.

846. Welches Lebensalter hättest du gern für immer?

Ich wäre gerne immer im Grundschulalter – zu der Zeit war mein Alltag gefühlt am entspanntesten. Mit meinem Wissen und meinem Umfeld heute fühle ich mich auch sehr gut.

847. Welche Obstsorten verwendest du am liebsten für einen Obstsalat?

Apfel, Birne, Banane, Pfirsich, Melone und auch Mandeln gehören bei mir immer in einen Obstsalat.

848. Gelingt es dir gut, ein Pokerface aufzusetzen?

Nein, für mir vertraute Personen bin ich ein offenes Buch.

849. Hast du schon mal selbst ein Schmuckstück hergestellt?

Ja. Ich habe bereits oft Broschen und Halsketten gebastelt, habe einige Zeit investiert. In der Grundschulzeit habe ich häufiger Wandbilder gestickt.

850. Wie siehst du dich selbst am liebsten?

Glücklich, gesund, fit und ausgeschlafen.

Hohe Luft – Frage 1

Wie erwacht eine Neigung?

Um zu wissen, was offenbar erwachen kann, muß ich erst einmal klären, was eine Neigung überhaupt ist.

Der Duden listet auf:

    1. das Neigen
    2. das Geneigtsein, das Schrägabfallen
    3. besonderes Interesse (für bestimmte Dinge, an bestimmten Betätigungen), Vorliebe
    4. das Anfälligsein für etwas, Hang zu etwas
    5. das Einschlagen einer bestimmten Richtung im Denken und Handeln
    6. herzliches Gefühl des Hingezogenseins zu einem anderen Menschen

Ich entscheide mich, um die Frage zu beantworten, die Bedeutungen 1 & 2 außen vor zu lassen. Eine wichtige Gemeinsamkeit der übrigen liegt darin, daß eine Beziehung zu einer Sache oder einer Person beschrieben wird. Desweiteren ist allen gemeinsam, daß sie positiv auf etwas gerichtet sind – zumindest aus der Sicht des- oder derjenigen, der bzw. die eine Neigung entwickeln und ihr nachgeben.

Etwas,  zu dem eine Neigung entsteht, übt eine spontane Attraktion aus. Eine positive Reaktion ist direkt damit verbunden, sei es eine körperliche oder auch psychische Reaktion, die Endorphine und Adrenaline freisetzt.

Sofern und solange mit einer Neigung für nichts und niemanden negative Folgen verbunden sind, sie gegen keine Regeln und Gesetze verstoßen, fallen Neigungen im Alltag kaum auf. Ändert sich das, leidet etwas oder jemand unter einer Neigung, ohne eingewilligt zu haben, dann wandelt sich die Wahrnehmung. Ist da zum Beispiel die Neigung hin zu Blues-, Funk- & Rockmusik – wie bei mir – dann kann einem das zusagen oder eben nicht, weiter bewertet wird es in der Regel nicht. Allenfalls bilden sich Freundes- und Bekanntenkreise, die gleiche Interessen teilen. Hat nun jemand aber die Neigung, sadistisch zu sein, so  muß es mindestens ein Gegenüber geben, daß masochistisch dieser Neigung entspricht, denn in diesem Gegenüber findet sich dann die Duldung dieses Regelverstoßes. Findet sich dieses Gegenüber nicht, wird die Neigung durch die hoffentlich möglichst schnell einsetzende Regulierung für die Gesellschaft unschädlich, sei es durch Strafe oder Therapie.

Jeder Mensch entwickelt in seinem Umfeld Neigungen – vielleicht sollte man sie etwas griffiger als Hobbies oder Interessen beschreiben – Ideen bekommt jede/r in seinem alltäglichen Leben, Kinder nehmen zuerst ihre Eltern und ihr direktes Alltagsumfeld als Orientierung. Viele Vorlieben übernehmen wir  von unseren Eltern und weiteren älteren Familienmitgliedern. Ich zum Beispiel habe von meinen Eltern das Tennisspielen und das Interesse an Musik und Gesang übernommen. Einige habe ich wieder abgelegt, andere pflege ich bis heute.

In manchen meiner Lebensphasen habe ich auch Neigungen gepflegt, um mich abzugrenzen – habe verbotene Musik gehört –

 habe meine Freizeit mit Punks unter der Trauerweide im Stadtpark verbracht -alkoholfrei – das rechnen mir meine Eltern bis heute hoch an.

Musikalisch bin und bleibe ich meiner Abneigung gegen die üblichen Top 100 bis heute treu, habe nach meiner Punk – Zeit zurück gefunden zu meinen Wurzeln, die mir meine Gesangslehrerin  zu dieser Zeit auch benannt hat, Spirituals, Gospels und Blues. Ihnen und ihren rockigen Varianten bin und bleibe ich treu.

 

 

1000 Fragen an mich Selbst – Part LXXXIV

831. Was war das größte Wagnis, das du jemals eingegangen bist?

Meine alltäglichen Selbstverständlichkeiten – Laufen, Radfahren, etc…99 % der Neurologen und Orthopäden haben sie mir nicht zugetraut. Ich habe aber trotzdem nie aufgegeben.

832. Was ist die wichtigste Lektion, die du für dein Leben gelernt hast?

Trau‘ deiner eigenen Intuition.

833. Hast du einen Traum, der immer mal wiederkommt?

Nein. Ich erinnere mich zumeist nur an Bruchstücke.

834. Führst du manchmal verrückte Tänze auf, wenn dich niemand sieht?

Ja, das kommt regelmäßig vor, noch öfter allerdings singe ich in freier Wildbahn. Blicke prallen an mir ab.

835. Bei welcher Hausarbeit bist du froh, dass ein Gerät dafür erfunden wurde?

Wäschefalten funktioniert mit meiner Hilfe wesentlich besser.

836. Wie heißt deine Lieblingsinsel?

Die britische Insel ist die mir bisher liebste. Ich mag so manche Schrullen ihrer Bewohner und kann mich dort problemlos verständlich machen.

837. Welches Gehirntraining machst du?

Meine Chorliedertexte lerne ich regelmäßig auswendig. Zudem sind Malen und Zeichnen fördern meine Konzentration.

838. Welches Thema würdest du wählen, wenn du eine Mottoparty feiern würdest?

Das ist  vollkommen ausgeschlossen. Ich  bin kein Fetenmensch, weder -geher noch – veranstalter.

839. Welcher Traum ist unlängst geplatzt?

Mein Traum wäre, mein Liegedreirad mit einem regen- und schneesicheren Dach zu versehen. Leider hat es sich als teurer als momentan leistbar herausgestellt.  Also muß es noch etwas warten. web_dsc_2886_kopie_3

 

840. Redest du unbefangen über Geld?

Ja, wieso auch nicht? Im Laufe der letzten Jahre hat es in meinem Alltag eine ganz neue Rolle bekommen. Um zufrieden und glücklich zu sein, braucht es immer seltener Geld dazu.

1000 Fragen an mich Selbst – Part LXXXIII

821. Wie gut gedeihen Pflanzen bei deiner Pflege?

Bei mir vertrocknen Kakteen. Ich bin für Zierpflanzen nicht gemacht. 😉

822. Fühlst du dich auf einem Campingplatz wohl?

Nein, ich verbringe meinen Urlaub lieber in einer Ferienwohnung oder im Hotel.

823. Ist es wichtig für dich, was andere Leute von dir denken?

Teil des Lebenlernens mit meiner Depression ist auch der Abschied genau davon.

824. Wie heißt dein Lieblingszitat?

„Sollen Sie denken, was Sie wollen!“

825. Gehst du gern auf Flohmärkte?

Nein, denn zumeist sind mir Floh- wie Jahrmärkte zu voll. Ich mag es nicht, hin- & hergeschoben zu werden.

826. Traust du dich, als Erster auf die Tanzfläche zu gehen?

Na, selbstverständlich.

827. Welches Musical hast du zuletzt gesehen?

Das war vor einer gefühlten Ewigkeit Starlight Express.

828. Wie viele Höhen und Tiefen gibt es in deinem bisherigen Leben?

Es gab ganz viele Tiefen, dafür aber auch mega viel Höhen.

829. Wann hast du zuletzt zusammen mit anderen gesungen?

Da war zu Weihnachten, mit meinen Nichten untern Weihnachtsbaum. Natürlich kommen die Chorproben dazu, jede Woche.

830. Worüber machst du dir derzeit Sorgen?

Ganz ehrlich? Über nichts.