Offenbar…..

…..ein letztes Aufbäumen des Sommers.

Ich hoffe, daß die Regenwahrscheinlichkeit uns dann doch noch eine ganze Weile sonnige, endlich kühlere Tage gönnt, es nicht direkt in eine nur naßkalte, diesige Zeit übergeht. Ich wünsche mir goldene Tage, an denen ich Liegerad – Touren zu tollen Fotomotiven werde machen können. Wenn es dann abends sehr früh dunkel wird, werde ich aus den Bildern wieder Zeichen- und Gemälde-Vorlagen machen, sie für meine vier Wände gestalten.

1000 Fragen an mich Selbst – Part XLI

Frage 401: Was isst du am liebsten, wenn du frustriert bist?

Früher hätte ich mit Schokolade geantwortet. Auch heute noch, aber wesentlich weniger.

Frage 402: Hast du mal etwas Übernatürliches oder unerklärliches erlebt?

Irgendwann in einer Kinderfreizeit haben sich die Großen mal am Gläserrücken versucht.

Frage 403: Welche Herausforderung musst du noch bestehen?

Mich mit manchen meiner krankheitsbedingten Grenzen anfreunden.

Frage 404: Wer hat dich in deinem Leben am meisten beeinflusst?

Meine Eltern und Großeltern.

Frage 405: Was ist kleines Glück für dich?

Meinen Rückzugsort mit Unterstützung schön so lange mein nennen zu können.

Frage 406: Tust du manchmal etwas aus Mitleid?

Ja und das gern, denn mir geht es doch verdammt gut.

Frage 407: Wann hast du zuletzt einen Abend lang nur gespielt?

Just gestern, ein Online RPG.

Frage 408: Bist du gut in deinem Beruf?

Ich versuche jeden Tag das beste zu geben. Ob ich gut darin bin liegt wahrscheinlich im Auge des Betrachters.

Frage 409: Wen bewunderst du?

Den aktuellen Papst sowie den Dalai Lama.

Frage 410: Hast du eine gute Angewohnheit, die du jedem empfehlen kannst?

Ich bin regelmäßig zur Therapie, täglich. Wenn nötig, sich selbst nerven, dafür aber versuchen, nicht auf die eigene Krawatte zu treten.

1000 Fragen an mich Selbst – Part XL

Frage 391: Bei welchem Song drehst du im Auto das Radio lauter?

Ich fahre kein Auto mehr selbst, auf meiner Liege höre ich gerne

oder

Frage 392: Wann hast du zuletzt enorm viel Spaß gehabt?

Beim Sommerfest des Bewo, vor 14 Tagen freitags.

Frage 393: Ist dein Partner auch dein bester Freund oder deine beste Freundin?

Ich bin Single.

Frage 394: Welchen Akzent findest du charmant?

Ich mag sehr gerne den Liverpooler Akzent.

Frage 395: In welchen Momenten des Lebens scheint die Zeit wie im Flug zu vergehen?

Gute Konzerte sind gefühlt meist zu kurz.

Frage 396: Wann hast du zuletzt deine Friseur geändert?

Vor 4 Wochen habe ich meine Haare mal wieder raspelkurz geschnitten.

Frage 397: Ist an der Redensart „Aus den Augen, aus dem Sinn“ etwas dran?

Ja, unter einer Bedingung: es ging um jemand oder etwas normales, nicht um eine traumatische Erfahrung.

Frage 398: Wie nimmst du Tempo aus deinem Alltag?

Ich ziehe mich in meine Höhle (Wohnung) zurück, kappe die Verbindungen nach außen, spreche mit IHM.

Frage 399: Machst du jeden Tag etwas neues?

Nein – ich bin froh, mich nicht jeden Tag neu erfinden zu müssen.

Frage 400: Bei welchen Gelegenheiten stellst du dich taub?

Wenn ich aufgrund meiner körperlichen Einschränkungen angegangen werde.

1000 Fragen an mich Selbst – Part XXXIX

Frage 381: Wen hast du zu Unrecht kritisiert?

Zuletzt war es leider meine Patentante. Es ging um eine Situation, die ich nicht selbst miterlebt habe.

Frage 382: Machst du manchmal Späße, die du von anderen abgeschaut hast?

Vielmehr verteile ich dann die Videos, denn beim Wiedergeben geht halt immer etwas verloren.

Frage 383: Bestellst du im Restaurant immer das Gleiche?

Nein, ich  bin neugierig.

Frage 384: Gibt es etwas, dass du insgeheim anstrebst?

Ob es tatsächlich so geheim ist? Ich mag noch weitere Sprachen lernen.

Frage 385: Wie würdest du deine Zeit verbringen, wenn du alles tun dürftest, was du willst?

Es ist ja so. Ich änderte nichts.

Frage 386: Was begeistert dich immer wieder?

Gute, für mich neue Musik.

 

Frage 387: Welche Sachen kannst du genießen?

Gute Bücher, Ruhe, klare, kalte Luft.

Frage 388: Findest du es schön, etwas neues zu tun?

Ja, ich  probiere mich an vielem, momentan  insbesondere ist es zeichnen in Kohle.

Frage 389: Stellst du lieber Fragen oder erzählst du lieber?

Das hält sich die Waage, denn nur so kann ja tatsächlich ein Gespräch entstehen.

Frage 390: Was war dein letzter kreativer Gedankenblitz?

manche Zeichnungen.

1000 Fragen an mich Selbst – Part XXXVIII

Frage 371: Muss man immer alles sagen dürfen?

Es gibt niemanden, der mir den Mund verbieten könnte. Klar ist allerdings, daß ich mit den Konsequenzen leben muß. Allein deshalb schließt sich die Frage an, ob man immer alles sagen sollte.

Frage 372: Wem solltest du mehr Aufmerksamkeit schenken?

Meine Herausforderung ist es, den Blick nach innen und nach außen im gesunden Verhältnis zu halten.

Frage 373: Kannst du gut loslassen?

Nein, denn loslassen bedeutet auch immer – falls es nicht um den Tod eines Gegenübers geht – sich einzugestehen, Fehler gemacht zu haben.

Frage 374: Wofür bist du dankbar?

Für die Unterstützung meiner Eltern und Familie,  mit meinen Herausforderungen umgehen zu lernen. Sie haben mir geholfen, den Weg in mein Gerüst zu finden. In diesem bewege ich mich freier und entspannter, als es insbesondere in meiner Jugend gewesen ist.

Frage 375: Sind Komplimente von Leuten, die du nicht gut kennst, wichtig für dich?

Nein, denn mein Leben hat mir des öfteren gezeigt, daß ich immer skeptisch bleiben sollte. Es gibt verdammt viele Schauspieler, die erst mit der Zeit ihre wahre Natur zeigen. Erst nach einem Aufeinanderzugehen und dem Wissen um die Macken des Gegenübers bekommen Komplimente einen wahren Wert.

Frage 376: Vor welchem Tier hast du Angst?

Respekt habe ich vor einigen, Angst aber keine.

Frage 377: Weswegen warst du zuletzt vollkommen verwirrt?

Das passiert regelmäßig beim Wachwerden 😉

Frage 378: Was hast du immer im Kühlschrank?

Milch, 3,5 %, Frischkäse

Frage 379: Genierst du dich dafür, dass du bestimmte TV-Sendungen schaust?

Nein.

Frage 380: Wann hattest du die beste Zeit deines Lebens?

Im Moment, denn ich bin mir meiner Selbst endlich selbst gesund bewußt.

1000 Fragen an mich Selbst – Part XXXVII

Frage 361: Was war deine schlimmste Lüge?

Da waren einige zu den Zeiten meiner Jugend, wenn ich keinen anderen Weg sah, einen körperlichen Konflikt zu verhindern. In einen solchen bin ich gewechselt, wenn mein Eindruck – ich stehe allein gegen „alle“ – dazu führte, daß ich mich fühlte wie Rilkes Panther.

 

 

Frage 362: Erweiterst du deine eigenen Grenzen?

Ja,aber in meiner ganz eigenen Geschwindigkeit; u.a. hat mich dieser schräge Wettbewerb und mein vielleicht unkluger Umgang damit in das Leben mit meiner Depression geführt.

Frage 363: Kannst du gut Witze erzählen?

Ich höre viel lieber zu, insbesondere politischen Kabarettisten, allen voran Volker Pispers.

Frage 364: Welches Lied handelt von dir?

Ein solches gibt es meines Wissens nicht, allerdings eines, welches einen meiner tiefsten Wünsche  beschreibt.

Ich liebe es,diesen Song zu singen.

Frage 365: Welche kleinen Dinge kannst du genießen?

ich  genieße kleine Situationen – gestern war es das zufällige Wiederfinden von Asaf  Avidan, den ich bei meiner Israelreise in Tel Aviv als Straßensänger erleben durfte. Die Stimme ist unverkennbar.

Frage 366: Wofür darf man dich nachts wecken?

Wenn man es schafft 🙂 – für vieles

Frage 367: Was würdest du gern an deinem Äußeren ändern?

Nichts.

Frage 368: Was soll bei deiner Beerdigung mal über dich gesagt werden?

Einzig das Lied der Crash Test Dummies wünsche ich mir.

Frage 369: Lässt du dich leicht zum Narren halten?

Nein, ich hab eine ziemlich gute Menschenkenntnis und kann das auch gut einschätzen.

Frage 370: Was würdest du gerne einmal tun, vorausgesetzt dass es keinesfalls schiefgehen könnte?

Eine Harley Davidson fahren, so einen richtig schweren Chopper. Ich liebe das Motorgeräusch.

Neue Herausforderung

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Gestern ist ein Kohlezeichenset angekommen – ich möchte mich an diesem für mich neuen Material versuchen, schauen, welche Ergebnisse ich mit diesem fragilen Material auf Papier bringen kann. Damit werde ich mir heute den Tag vertreiben, meine Zeichenschulen durchschauen nach Tipps. Im Hintergrund wird unter anderem dieses Konzert laufen:

 

Crossroads 2010

1000 Fragen an mich Selbst – Part XXXVI

Frage 351: Wie eitel bist du?

Ich lege Wert auf ein gepflegtes Äußeres.

Frage 352: Folgst du eher deinem Herzen oder deinem Verstand?

Ich bin ein Herzensmensch, lerne immer besser, in Situationen nötigen Kopf auch einzusetzen.

Frage 353: Welches Risiko bist du zuletzt eingegangen?

Jemanden mir vollkommen Unbekannten in meine Wohnung einzulassen. Sie ist und bleibt mein Rückzugsort, der mir Ruhigwerden nach anstrengend stressigen Situationen ermöglicht. Die Entscheidung war eine wirkliche Herausforderung.

Frage 354: Übernimmst du häufig die Gesprächsführung?

Ja. Sie wird mir oft und gerne überlassen. Lange Zeit fehlte mir das Selbstbewusstsein und – nach meinem Eindruck – auch die notwendige Ruhe, um in kontroversen Situationen souverän zu bleiben.

Frage 355: Welchem fiktiven Charakter aus einer Fernsehserie ähnelst du?

Bisher wird mir gesagt, daß ich meinem Vater immer näher komme, er mich nicht leugnen könne. Ob es auch einen fiktiven Charakter gibt? Mir wurde bisher nichts in diese Richtung gesagt.

Frage 356: Was darf bei einem guten Fest nicht fehlen?

Die richtigen Menschen und gute Musik

Frage 357: Fällt es dir leicht, Komplimente anzunehmen?

Nein. Ich denke nie daran, daß das möglich sein könnte.

Frage 358: Wie gut achtest du auf deine Gesundheit?

Ich habe zugunsten meiner Gesundheit meinen gesamten Alltag umgebaut.

Frage 359: Welchen Stellenwert nimmt eine Partnerschaft in deinem Leben ein?

Ich bin solo, nicht allein. Das zweite ist das viel entscheidendere.

Frage 360: Wie verbringst du am liebsten deinen Urlaub?

Im Kloster

Sommerfest

Nach meinem erfolgreichen – der Kassenbon ist zweistellig geblieben – Besuch beim französischen Sportartikelhändler ging es im frühen Nachmittag weiter zum Sommerfest des BeWo. Einmal im Jahr treffen sich Betreuer und Betreute zum Grillen, Quatschen, gegenseitigen Kennenlernen. Die Treffen im Alltag über das Jahr hinweg sorgen dafür, daß ich halt eine nur kleine Gruppe aller Klienten regelmäßig treffe. Das Sommerfest wie auch das Oster- & Weihnachtsfrühstück sind Gelegenheiten, weitere Personen zu treffen und kennen zu lernen. Auch gestern war es wieder so, denn wir waren ungefähr 60 Personen, die in der Sonne bei Getränken, Salaten und Grillfleisch über Alltag, Erlebnisse, Therapie und Betreuer quatschen konnten.

Mir tun diese Gelegenheiten richtig gut.

1000 Fragen an mich Selbst – Part XXXV

Frage 341: Worüber kannst du dich immer wieder aufregen?

Ich muß mich in der Öffentlichkeit extrem zurückhalten, nicht einzugreifen, wenn ich die Vergewaltigung der deutschen Sprache insbesondere im Bus zur Therapie wahrnehme. Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod – die Bände sind ein erschreckendes, aber auch witziges Dokument dieses Faktums.

Frage 342: Kann jede Beziehung gerettet werden?

Nein. Voraussetzung für eine Rettung ist ein Gegenüber Aug‘ in Aug‘ und die Bereitschaft beider, sich aufeinander zuzubewegen.

Frage 343: Mit welchem Körperteil bist du total zufrieden?

. Offensichtlich bin ich nicht das Cover – Model, dieses eh‘ ständig retuschierte Kunstobjekt und Ideal der Size Zero – Generation. Einzig wichtig: Ich mag es und kann gut in mein Spiegelbild schauen.

Frage 344: Womit hälst du dein Leben spannend?

Warum ist Spannung immer eine der ersten Kategorien für ein gelingendes Leben? Das ist mir überhaupt nicht verständlich. Viel wichtiger ist doch Spaß daran, das eigene Leben Tag für Tag mit einem Lächeln zu beginnen, die Unwägbarkeiten und Aufgaben zu erledigen und zum Abend erschöpft und zufrieden einzuschlafen.

Frage 345: Kannst du unter Druck gute Leistungen bringen?

Nein. Nicht umsonst habe ich für mich die Rückkehr auf den ersten Arbeitsmarkt vollkommen ausgeschlossen. Ich brauche die Möglichkeit, meinen Arbeitsrhythmus an meine Bedürfnisse anpassen zu können und komme gut mit den Arbeitsprozessen zurecht, die manch andere als monoton beschreiben könnten. Sie geben mir einen Rhythmus von außen, der sich regelmäßig auch auf meine Gedanken überträgt, ich dadurch Ruhe erfahre.

Frage 346: Welche Lebensphase hast du als besonders angenehm empfunden?

Die Kindergartenzeit. Spielen am Morgen, spielen am Mittag und spielen am Abend. Dort spielte die Kategorie behindert bzw. eingeschränkt noch überhaupt keine Rolle. Das war so unbeschwert.

Frage 347: Findest du andere Menschen genauso wertvoll wie dich selbst?

Ja, ohne wenn und aber.

Frage 348: Hast du immer eine Wahl?

Ja, ich habe immer eine Wahl, jeden Tag, jede Minute, jede Sekunde. Wenn mir Entscheidungen von außen abgefordert werden, auch dann bleibt es dabei. Einzig muß ich bereit sein, mit den Konsequenzen umgehen zu können.

Frage 349: Welche Jahreszeit magst du am liebsten?

Ich mag kalte und klare Tage. Sie machen es mir am einfachsten, mit den Folgen meiner internatalen Hirnschädigung umgehen zu können

wp-15244068273641735393967.jpg.

 

Frage 350: Wie hättest du heissen wollen, wenn du deinen Namen selbst hättest aussuchen dürfen?

Das würde ich nicht tun wollen. Die Motivation für meinen bis heute seltenen und ungewöhnlichen Vornamen lag im Wunsch meiner Eltern, in der Schule nicht einer von mehreren zu sein, sondern schon im Namen eindeutig zu sein. Das war bis zum Ende meines Studiums tatsächlich.

Auch die Namen meiner Schwestern sind bis heute ähnlich selten.

Laid back

So kann ich mich gerade beschreiben – mit Blick zurück und nach vorn; zurück auf einen zwar langen, aber gut sortierten Therapietag und nach vorn auf ein längeres Wochenende, das ich morgen mit einer elkurzen Einkaufstour und einer Einladung zum Grillen beginnen werde.

Mich treibt es mit einer Kollegin zu

um dort ein paar basics für mich zu besorgen. Wieder zurück von dort per Zug geht es weiter zum Bewo – Sommerfest. Ich hoffe und wünsche mir, daß es angenehm und möglichst trocken bleibt. Dann werden die Unterhaltungen entspannt sein. Das ist mir neben der Unterstützung, die ich durch das BeWo Woche für Woche erfahre, das wichtigste; in Ruhe mit mehr als Bekannten zu quatschen über den alltäglichen Wahnsinn der Alexianer-Welt.

Musik gehört für mich einfach zum Alltag.

Sometimes it’s complicated

 

Walking down the levee with my head hangin‘ low
Looking for my mama but she ain’t here no more
Baby you don’t know, you don’t know my mind
When you see me laughing, I’m laughing just to keep from crying

She won’t cook my dinner, won’t wash my clothes
Won’t do nothing but walk the road
Baby you don’t know, you don’t know my mind
When you see me laughing, I’m laughing just to keep from crying

My breakfast on the table and my coffee’s getting cold
And mama’s in the kitchen getting a sweet papa talk
Baby you don’t know, you don’t know my mind
When you see me laughing, I’m laughing just to keep from crying

Sometimes I think my baby’s too good to die
Sometimes I think she should be buried alive
Baby you don’t know, you don’t know my mind
When you see me laughing, I’m laughing just to keep from crying

I wish I had a nickel, I wish I had a dime
I wish I hadn’t give myself a fabulous time
Baby you don’t know, you don’t know my mind
When you see me laughing, I’m laughing just to keep from crying

Look at you mama, see what you got it done
You got my money now you broke and run
Baby you don’t know, you don’t know my mind
When you see me laughing, I’m laughing just to keep from crying

You made me get mad and you made me get sad
The going gets tougher than you aint never had
Baby you don’t know, you don’t know my mind
When you see me laughing, I’m laughing just to keep from crying.

 

Hatte ich gestern noch den Eindruck, das Problem meiner Kollegin habe sich beruhigt, sie das Thema in einem Telefonat mit ihrem Vater endgültig beigelegt. Tadaaa, Pustekuchen. Gerade hat sie mich wieder 45 min über den aktuellen Stand informiert, sich über ihre Mutter ausgekotzt. Wenigstens hat sie mit ihrem Vater eine konstruktive Lösung gefunden; und ich gefühlt ein Problem weniger, einen Satz heiße Ohren mehr. Ich mag sie, aber ….

Mein Therapietag heute war nicht viel anderes als im Zug zu sitzen, da der große Auftrag nun anderswo weitergeführt zu werden scheint. Stattdessen habe ich fertige Druckerzeugnisse durch das Münsterland gefahren, dabei Musik gehört und gelesen.

 

1000 Fragen an mich selbst – Part XXXIV

Frage 331: Wonach sehnst du dich?

Manchmal nach einer Schulter – es ist unglaublich schwer, ständig stark zu sein.

Frage 332: Bist du mutig?

Ich würde es eher kontrolliert neugierig nennen. Meine körperlichen Einschränkungen schützen mich vor unnötigen Erfahrungen.

Frage 333: Gibt es für alles einen richtigen Ort und eine richtige Zeit?

Zunächst einmal gibt es eine – mehr oder weniger vernünftige – Entscheidung. Richtiger Ort & richtige Zeit zeigen sich eh erst im Rückspiegel.

Frage 334: Wofür bist du dir zu schade?

Mülleimer zu sein für „Freunde“, die kein Interesse an mir haben, darüber hinaus, daß ich eben das Talent des Zuhörens habe – dafür bin ich mir zu schade und habe über die Jahre der Therapie gelernt, Grenzen zu setzen und – wichtiger! – sie selbst nicht wieder einzureißen.

Frage 335: Könntest du ein Jahr ohne andere Menschen aushalten?

Ja, ich liebe und genieße solche Wüstenzeiten.

Frage 336: Wann warst du zuletzt stolz auf dich?

Gerade jetzt ! Ich bin schon eine viel längere Zeit in meinem Gerüst stabil und zufrieden, als ich mir zu Beginn dieser Zeit vorstellen konnte.

Frage 337: Bist du noch die Gleiche wie früher?

Nein – IHM sei Dank nicht! Vermutlich wäre ich auch dann nicht mehr.

Frage 338: Warum hast du dich für die Arbeit entschieden, die du jetzt machst?

Sie ist Teil des Gerüstes, in dem ich mich freier und entspannter bewegen kann als ohne es.

Frage 339: Welche schlechte Angewohnheit hast du?

Unter Stress kann ich ungerecht und extrem laut werden. Dann werde ich auch mir sehr anstrengend.

Frage 340: Verfolgst du deinen eigenen Weg?

Ja, denn ansonsten wäre ich nicht ich. Zudem behaupte ich, um meine Einschränkungen beneidet mich niemand. Ich jedenfalls habe mit ihnen Frieden geschlossen.

Calming myself down

Das ist meine Aufgabe heute Abend. Gegen halb acht hat mich eine Freundin aus meinem Betrieb angerufen und mich – obschon ich alles getan habe, nicht dazu zu werden – als Bestätigungsautomat für ihren Umgang mit den Eltern genutzt. Sie dreht halt extrem schnell hoch und verliert darüber jede Möglichkeit, ihre eigene Position zu hinterfragen. Das führt regelmäßig zu ausgewachsenen Konfrontationen mit ihnen, die heute wieder einmal zum letzten Kontaktabbruch geführt haben sollen. Ich höre zu, gebe auch gerne Ratschläge, kann aber nur schwer damit umgehen, wenn ihre Natur ihr das Zuhören fast komplett unmöglich machen. Schwerer macht die Situation auch, daß wir einen gemeinsamen Humor haben.

Gebete und die Gespräche mit meinen Begleitern machen es mir möglich, mit dem Druck umzugehen, der mich erfasst, wenn reden nicht reicht, ich mir vollkommen unzulänglich vorkomme.

Musik bringt mir Ruhe soweit zurück, daß ich gleich werde schlafen können.

YouTube – Ausflüge

gehören fast täglich zu meinen Entspannungsritualen nach den Therapiestunden. Von den Mahogany – Sessions hat mir heute ein Therapiekollege erzählt, berichtet, daß dort immer mal wieder weniger bekannte musikalische Perlen die Chance bekommen, sich  zu zeigen.

Mahogany Sessions

 

Heute bin ich an seiner Stimme hängen geblieben, während meiner Hausarbeit, werde mich nachher umschauen, was ich alles zu ihm finden kann.

 

Nu ist er gegangen….

….der ältere der Brüder Harting. Heute Nachmittag hat er beim ISTAF in Berlin seine letzten Wettkampf-Würfe absolviert. Auch wenn ich selbst nie besonders an Leichtathletik interessiert war – der sportliche Vergleich war ab dem ersten Moment für mich äußerst deprimierend – einzelne Persönlichkeiten haben mich schon immer fasziniert.

So habe ich nach meinem Wäschevormittag und einem Nachmittag als Handydoktor eben nicht das F1 – Rennen gesehen. Auch wenn ich an der Möglichkeit der Weltmeisterschaft Vettels noch festhalte, ich mich freute, wenn es klappt, ist so ein F1 – Rennen nicht mehr tagformend. Ich kann darauf verzichten. Stattdessen schaue ich ZDFinfo oder lese und höre Musik.

1000 Fragen an mich selbst – Part XXXIII

Frage 321: Was gibt deinem Leben Sinn?

Meine Familie und mein alltägliches Umfeld zu allererst. Ohne meine Familie waren mir die Grundwerte & -regeln von Kommunikation, Verhalten und Benehmen nicht so ins Blut übergegangen.

Im Studium erst habe ich verstanden, welchen Sinn ich als Geschöpf Gottes und Ergebnis der Liebe meiner Eltern machen kann – wenn ich mein Geschenk annehme so zerkratzt es auch immer sein mag durch die Erfahrungen im Alltag.

Frage 322: Was hättest du gern frühzeitiger gewusst?

Ich habe viel zu spät verstanden, daß eigenständiges Denken auch für mich wichtig und richtig ist, lange hat mich meine körperliche Einschränkung auch in einem vermeintlichen geistigen Käfig verharren lassen. Die anfangs große alltägliche Abhängigkeit von meinen Eltern und falsch verstandene Dankbarkeit haben mich dazu gebracht, manche Positionen unhinterfragt zu übernehmen. Viel zu spät habe ich begonnen, meine eigenen Positionen zu suchen, zu begründen und für sie einzustehen.

Frage 323: Wie alt fühlst du dich?

Bei nasskaltem Wetter bin ich wesentlich schlechter zu Fuß als es mein Alter im Normalfall möglich macht. Geistig fühle ich mich wesentlich jünger. Geistige Beweglichkeit ist nicht von körperlicher abhängig.

Frage 324: Was siehst du, wenn du in den Spiegel schaust?

Mich, ein Lächeln.

Frage 325: Kannst du gut zuhören?

Ja, das ist wohl so. In manchen Situationen scheine ich Seelsorger auf der Stirn stehen zu haben.

Frage 326: Welche Frage wurde dir schon zu häufig gestellt?

Darf ich die anfassen? (gemeint ist meine rechte Hand, die eben nur halb so groß ist wie meine linke Hand.)

Frage 327: Ist alles möglich?

Ich liebe meine Phantasie – sie gibt mir die Möglichkeit, alles zu tun, was ich mag. Was den Weg aus der Phantasie in meinen Alltag findet, ist von meinen Fähigkeiten, und von mir unabhängigen Bedingungen abhängig.

Frage 328: Hängst du an Traditionen?

Ich liebe Plattdeutsch – also ja. Sie ist meine Muttersprache.

Frage 329: Kennt jemand deine finstersten Gedanken?

Nein, denn oft erschrecke ich vor mir selbst, wenn ich meinen Gedanken freien Lauf lasse.

Frage 330: Wie sieht für dich der ideale Partner aus?

Die gibt es nicht – Ideale haben nun mal die Natur, nie erreichbar sein zu können. Mir ist ein Gegenüber aus Fleisch und Blut viel lieber.

Weer gewoar woarrn…

ihm hier:

 

Während der Therapie hören wir fast ständig Radio. Das tut mir gut, das hab ich gern.  Immer mal wieder wechseln wir den Sender; heute sind wir auf einem der NDR Sender gelandet und es wurd‘ einer von Werner Mommsens Podcasts zum besten gegeben. Es ist einfach schön zwischenzeitlich meine Muttersprache zu hören.

Ich freue mich über jede Gelegenheit, sie auch zu sprechen.